Aachen: Quartiersprojekt Panneschopp und Müttercafé bieten Sportkurs für Frauen aus dem Viertel

Aachen : Quartiersprojekt Panneschopp und Müttercafé bieten Sportkurs für Frauen aus dem Viertel

Einen Raum, ein paar Turnmatten, eine engagierte Übungsleiterin und flotte Musik: Mehr braucht es nicht, um eine Gruppe Frauen sportlich in Bewegung zu bringen. Unter dem Motto „Bewegung und Begegnung“ haben das Müttercafé des Kinderschutzbunds und das Quartiersprojekt Panneschopp der Freien Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen (Fauna) erstmals gemeinsam ein Projekt auf die Beine gestellt.

Mit einer letzten Turnstunde ging das Angebot nun zu Ende, und die Organisatorinnen ziehen ein sehr positives Fazit. „Sport und Bewegung verbinden“, sagt Britta Mohr vom Müttercafé. Durch das gemeinsame Turnen seien neue Bekanntschaften entstanden, wichtige Netzwerke für Frauen im Viertel.

Beim letzten Termin war auch die kleine Fynn ausnahmsweise mit dabei. Britta Mohr und Mona Popovic (kleines Bild, v.l.) sind sehr zufrieden mit der Resonanz, die das Sportprojekt findet. Foto: Harald Krömer

Kinder finden ja oft ganz leicht neue Freunde im Kindergarten oder in der Schule. Bei Erwachsenen ist das nicht so selbstverständlich. Deshalb setzten Müttercafé und Fauna e.V. auf den Sport. Frauen, die regelmäßig das Müttercafé besuchen, trafen in der Gymnastikstunde auf Bewohnerinnen der neuen Wohnanlage der Gewoge an der Stolberger Straße. So entsteht im Idealfall neue Verbundenheit in der Nachbarschaft.

Das Müttercafé schickte eine Kollegin aus dem Team, die ausgebildete Übungsleiterin Melisa Aksu, als Vorturnerin an die Stolberger Straße und übernahm auch die Betreuung der Kinder. Die Fauna stellte ihren schönen Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Für die Teilnehmerinnen war das Angebot kostenlos. Und so taten Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, Frauen mit und ohne Behinderung gemeinsam etwas für ihre Fitness und vergrößerten ganz nebenbei ihren Bekanntenkreis.

Das Interesse war viel größer als die Zahl der vorhandenen Plätze. Jennifer Bösel gehörte zu denen, die mitmachen durfte. Ihr kleiner Sohn Fynn, sechs Monate jung, war bei der letzten Sportstunde ausnahmsweise dabei und schaute Mama interessiert bei den Kniebeugen zu. „Ich bin traurig, dass es zu Ende ist“, sagte Bösel am Schluss. „Es wäre schön, wenn der Kurs weitergehen würde.“

Weitergehen wird die Zusammenarbeit zwischen Müttercafé und Fauna in der Tat, allerdings mit anderen Themen und neuen Angeboten. Schon nächste Woche wird eine Party organisiert — exklusiv für Frauen. Und dass das Gymnastikangebot jetzt endet, habe durchaus seinen Grund, erläutert Mona Popovic vom Quartiersbüro Panneschopp. Gerade Frauen mit kleinen Kindern könnten einen Kurs über viele Monate in der Regel nur schwer in ihrem Alltag unterbringen.