Puppenspiel "Das hässliche Entlein" feiert Premiere

„Das Hässliche Entlein“ als brandaktuelles Stück : Soziales Ethos über die Köpfe der Kinder hinein in die zukünftige Welt

„Das hässliche Entlein“ heißt das Kinderstück am Theater Aachen, das am Freitag, 30. November, Premiere feiert.

Wenige Themen sind aktueller als die Debatte um Gleichberechtigung und Integration versus Ungleichbehandlung, Ausgrenzung und Ablehnung. Diesem Thema widmet sich deshalb auch das neue Kinderstück am Theater Aachen. In Zusammenarbeit mit dem Performance-Kollektiv Zirkusmaria präsentiert das Theater Aachen im Dezember das Puppenspiel „Das hässliche Entlein“. Unter dramaturgischer Leitung der Theaterpädagogin Katrin Eickholt interpretieren die Puppenspielerinnen Wiebke Alphei, Julia Brettschneider und Friederike Hellmann den Märchen-Stoff von Hans Christian Andersen neu, passend für eine Zielgruppe ab vier Jahren und zeitgemäß.

Wie der Titel verrät, geht es in dem Stück um ein scheinbar hässliches Entlein, das anders scheint als all seine Geschwister. Es wird von seiner Familie verstoßen und zieht daraufhin hinaus in die Welt. Dort lernt das Entlein andere Tiere kennen und wird mit Situationen konfrontiert, die Mut von ihm fordern. So gelangt es schlussendlich zu einer wunderbaren Erkenntnis, die es plötzlich gar nicht mehr so „hässlich“ erscheinen lässt.

Vielfalt, Andersartigkeit und Freundschaft – das alles sind zentrale Themen des Stücks. Und laut den inszenierenden Puppenspielerinnen auch zentrale gesellschaftliche Diskurse. „Der Stoff ist brandaktuell“, erläuterte Brettschneider. „Überall sind wir mit Ausgrenzung konfrontiert!“ Deswegen sei es umso wichtiger, schon Kindern zu vermitteln, wie wichtig Akzeptanz und Freundschaft sei. „Man muss anderen einfach helfen“, sagte auch Alphei mit Verweis auf aktuelle Debatten rund um Fremdenhass und politisch rechte Tendenzen.

Und so erweist sich dieses Kinderstück als weitaus mehr als nur „Kinderkram“. Es handelt von zentralen Problematiken unserer heutigen Zeit. Vor den Augen der Kinder breitet sich spielerisch ein soziales Ethos aus, das von den Brettern, die die Welt bedeuten, überfließen darf in die Kinderköpfe und damit in unsere zukünftige Welt.

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