Aachen: Privatschulen bekommen Sanierungsgeld

Aachen: Privatschulen bekommen Sanierungsgeld

Die gute Nachricht für die freien Träger von Schulen übermittelte Oberbürgermeister Marcel Philipp noch vor dem Wochenende: „Zehn Prozent der für das kommende Jahr vorgesehenen Mittel aus dem Konjunkturpaket II fließen in die energetische Sanierung im Schulbereich.”

Das heißt 750.000 Euro stehen 2010 zweckgebunden für freie Träger zur Verfügung. Bei der Prüfung der Anträge sei ein wichtiges Kriterium, dass die Maßnahmen auf jeden Fall im kommenden Jahr umgesetzt werden müssten.

Damit bekommen nun auch die Privatschulen etwas vom Geldsegen aus dem Konjunkturpaket II. Ärger hatte es vor Monaten gegeben, weil die Stadt es bislang abgelehnt hatte, die freien Schulen aus dem 19-Millionen-Topf zu bezuschussen. Stattdessen wollte sie die Mittel aus dem Konjunkturpaket, die sie für die Sanierung von Schulen erhalten hatte, nur den eigenen Gebäuden zugutekommen lassen. St. Ursula, Pius-Gymnasium, Amos-Comenius-Schule, Viktoriaschule sowie die Freie Waldorfschule waren somit vorerst leer ausgegangen.

Heftige Kritik

Zahlreiche Anträge von freien Trägern liegen der Stadt aber vor, die nun geprüft und womöglich mit dem Etikett „Priorität” versehen werden. Schon vor Monaten hatte die Freie Waldorfschule auf einen sechsstelligen Zuschuss gehofft, weil das Gebäude an der Anton-Kurze-Allee nahe dem Hangeweiher dringend saniert werden muss.

Die vorübergehende städtische Aussparung der Privatschulen vom Konjunkturpaket hatten die Verantwortlichen von der Waldorfschule seinerzeit mit heftiger Kritik quittiert. Ihrer Argumentation, dass im Gesetz die „Trägerneutralität” bei der Vergabe der Mittel festgeschrieben sei, folgt nun Oberbürgermeister Marcel Philipp mit Blick auf das Jahr 2010.

Weitere Maßnahmen, die aus den Mitteln des Konjunkturpakets umgesetzt werden sollen, will Philipp in der kommenden Woche konkret benennen.

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