Aachen: Private Radständer sollen erlaubt werden

Aachen : Private Radständer sollen erlaubt werden

Eine Berichterstattung in den „Nachrichten“ nehmen Grüne und FDP zum Anlass, inhaltlich fast identische Ratsanträge zu stellen. Sie fordern: Das Aufstellen von privaten Radständern soll erlaubt werden. Nach ihrer Auffassung könnte eine Satzungsänderung mehr Spielraum für Geschäfte und Lokale schaffen.

Der Hintergrund: 20 Jahre lang stand ein schmaler Fahrradständer an der Apotheke am Ponttor und bot Kunden die Möglichkeit, ihr Fahrrad sicher und unkompliziert abzustellen. Eine Behinderung der Fußgänger war zu keiner Zeit gegeben.

Nun hat die Verwaltung festgestellt, dass das Aufstellen des Radständers an dieser Stelle einer Ordnungswidrigkeit gleich kommt. Die Inhaberin der Apotheke muss sich auf ein Bußgeld einrichten und für die Wiederaufstellung des vorläufig abgebauten Ständers ein dreifaches Formular ausfüllen und anschließend jährliche Gebühren zahlen.

Klar ist auch für Grüne und FDP: Das gesamte Prozedere sei formal ein korrekter Vorgang im Rahmen der „Satzung für die Sondernutzung öffentlicher Verkehrsflächen“ gewesen. Die beschreibt für Aachen ziemlich genau, was in der historischen Altstadt auf öffentlichen Flächen wie Gehwegen und Plätzen stehen darf und was nicht.

Das finden auch Grüne und FDP sinnvoll, denn so werde einem allzu heftigen „Wildwuchs“ vor den Geschäften und Lokalen Einhalt geboten. Doch, so Grüne und FDP unisono, sollte es Ausnahmen geben: Fahrradabstellanlagen sollten nach individueller Prüfung gebührenfrei vor Geschäften und Lokalen zugelassen werden.

Aachen brauche dringend mehr Möglichkeiten, um Räder sicher und komfortabel abzustellen. Die Änderung der Satzung bediene, so die Grünen, auch eine Maßnahme des Luftreinhalteplans: Die Möglichkeit für Geschäftsleute, unter bestimmten Umständen kostenfrei einen Fahrradständer vor ihrem Ladenlokal zu installieren, könnte ein Baustein in der Umsetzung dieser Maßnahme sein.

(akai)
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