Aachen: Pritschen, baggern und Netze knüpfen im Krönungssaal

Aachen : Pritschen, baggern und Netze knüpfen im Krönungssaal

Im Wettbewerb bestehen, sich als Team durch schwere Zeiten kämpfen, um dann wieder gemeinsam Erfolge feiern zu können — all das trifft auf ein gutes Unternehmen ebenso zu wie auf ein starkes Volleyballteam. Und noch etwas brauchen sowohl die Ladies in Black, die Gäste des diesjährigen Unternehmertages im Krönungssaal, als auch die Unternehmer aus der Region: das richtige Netz.

Während die Erstliga-Volleyballerinnen ihr Netz bereits vor Beginn des zweiten Unternehmertages aufgespannt hatten, konnten die rund 70 Industrieunternehmen den ganzen Abend nutzen, um ihr regionales Netzwerk zu verdichten. Unter dem Motto „Aufschlag“ sollte eine Atmosphäre geschaffen werden, die neue Beziehungen fördert, „Neuanfänge“ sozusagen — auch hier können die 2016 komplett neu aufgestellten Teammitglieder der Ladies in Black mitreden.

Ziel der im vergangenen Jahr vom Aachener Industrie-Dialog erstmals ins Leben gerufenen Zusammenkunft ist einerseits, die Kooperation der Unternehmer zu fördern. Andererseits soll aber auch aufgezeigt werden, wie vielseitig das lokale produzierende und verarbeitende Gewerbe ist. „Die oft schon lange ortsansässige Industrie stellt unzählige Produkte für den täglichen Bedarf her“, betont Petra Pauli von den Vereinigten Unternehmer-Verbänden (VUV) — von Kosmetik über Konfitüre bis hin zu Plastikeimern.

Die VUV agieren gemeinsam mit den Vertretern der regionalen Industrieunternehmen und den Wirtschaftsförderungen von Stadt und Städteregion als Initiator des Unternehmertages. Ein komplett neues Veranstaltungsformat wollte der Industrie-Dialog mit dem Unternehmertag auf die Beine stellen. Die ungewöhnliche Idee, bei der Premiere im letzten Jahr unter dem Motto „Schlag auf Schlag“ einen Boxring im Krönungssaal zu platzieren, kam dann auch so gut an, dass am Sportthema festgehalten wurde. Pritschende und baggernde Volleyballerinnen — und im nächsten Jahr? „Ein Schwimmbecken hier im Saal kann ich mir sehr gut vorstellen“, scherzte Moderator Robert Esser.

„Keynote-Speaker“ Gereon Jörn gab weiteren Ansporn für die über 300 Teilnehmer, miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Business Coach trainiert Menschenkenntnis — „der Schlüssel zu beruflichem Erfolg“.

„Eine gute Plattform, um sich in toller Atmosphäre mit anderen Firmen zu vernetzen und regionale Vorteile zu nutzen“, so Iris Pulina von M.Tec Mechanics, einer Ingenieurgesellschaft für kunststofftechnische Produktentwicklung. Die Firma Picavi aus Kohlscheid nutzt neben internationalen Partnern auch regionale Ansätze. „Hier haben wir nun auch schon einen interessanten Hardwarelieferer entdeckt“, so Ralph Schraven.