Aachen: Prinzip Hoffnung: Tempo 30 als Ausnahme auf dem Krugenofen

Aachen : Prinzip Hoffnung: Tempo 30 als Ausnahme auf dem Krugenofen

Mit zwei Dauerbrennern der Kommunalpolitik beschäftigte sich der Mobilitätsausschuss in seiner letzten Sitzung: dem Ausbau des Krugenofens und der Anlage eines Kreisverkehrs im Stadtbezirk Laurensberg. Beide Probleme konnten nicht gelöst werden, bei beiden zeichnen sich überdies potenzielle Konfliktfelder ab.

Auf dem Krugenofen gehen die jahrelangen Arbeiten zur Kanal- und Leitungserneuerung sowie der Herstellung einer neuen Fahrbahn langsam zu Ende, im September sollen Markierungen aufgebracht werden, erläuterte Verkehrsmanager Uwe Müller. Allerdings nur sparsam, denn noch steht noch nicht so genau fest, was genau markiert werden soll. Am liebsten wäre allen, wenn dort Tempo 30 angeordnet werden könnte, der Krugenofen ist nämlich ausgewiesener „Lärmbelastungsschwerpunkt“.

Damit ließen sich alle Interessen unter einen Hut bringen: Die Anwohner hätten genügend Parkplätze und die Radfahrer ausreichend Aufmerksamkeit. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, muss eine Ausnahmegenehmigung her, darüber entscheiden im September die Verkehrsminister.

Sollte diese Option entfallen, also Tempo 50 auf Dauer kommen, tendiert die CDU eindeutig zu den Parkplätzen und einige Oppositionsparteien, etwa Grüne und Linke, zur Anlage von Schutzstreifen für Radfahrer, der die Hälfte der 70 Parkplätze zum Opfer fallen würde. Vorläufig hoffen aber alle, dass doch Tempo 30 kommt.

In Laurensberg soll die Engstelle an der Kreuzung Süsterfeldstraße/Schurzelter Straße auf Dauer durch einen Kreisverkehr entschärft werden. Da Zuschüsse beantragt werden, dauert die Verwirklichung noch bis 2017. Als Sofortmaßnahmen waren vier Provisorien untersucht worden, unter anderem eine Einengung auf der Süsterfeldstraße am Ende des Fuß-/Radwegs.

Diese Variante befürwortet der Mobilitätsausschuss, die Bezirksvertretung hatte sich aber für eine wesentlich teurere Mittelinsel ausgesprochen. Die Frage wurde mit Mehrheit in die Bezirksvertretung zurückverwiesen. FDP und Linke aber waren für sofortige Entscheidung, weil die Laurensberger seit Jahren vertröstet würden.

(hau)
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