Aachener Heimattheater: Premiere von „Neä wat för ene Hantiir“

Aachener Heimattheater : Premiere von „Neä wat för ene Hantiir“

Auf der Bühne haben bei der Premiere des Aachener Heimattheaters mit der turbulenten Komödie „Neä wat för ene Hantiir“ definitiv die Frauen die Hosen an.

Bertchen Dovermann (gespielt von Kathrin Schnitker), Lisbeth Schlingensief (Gerlinde Geurten) und Threis Lennartz (Marita Lohbusch) stellen eindrucksvoll unter Beweis, warum die Frauen das stärkere Geschlecht sind.

Das Heimattheater führt das Publikum im im Brüsselsaal des Eurogress Aachen zurück in das Aachen der 1970er-Jahre in ein Wohnhaus auf dem Adalbertsteinweg. Dort sehen die drei Hauptdarstellerinnen, die ihre Rollen mit viel Energie und Lebensfreude spielen, nicht ein, die Hausarbeit alleine zu machen. Bertchen weiß: Während der 50er und 60er Jahre ist Hausarbeit noch reine Frauensache gewesen. Doch damit ist nun Schluss, so viel ist für Bertchen und ihre beiden Freundinnen klar, denn schließlich haben die Vereinten Nationen den internationalen Frauentag ausgerufen und die Drei wollen mit der Zeit gehen.

Ihre Männer Matschö Dovermann (Ralf Leesmeister), Fränz Schlingensief (Herbert Knops) und Pitt Lennartz (Wolfgang Lohbusch) sind bestens erzogen. Egal, ob es um den Abwasch geht, die Bügelwäsche sich türmt oder der Staubsauger bewegt werden muss – Matschö, Fränz und Pitt erledigen sämtliche Hausarbeiten mit Bravour. Und das schaffen sie sogar noch neben ihrem normalen Berufsleben.

Der einzige, der in dem frauendominierten Haus mit aller Kraft Widerstand leistet, ist der überzeugte Junggeselle Willem Beaujean (Jörg Dreyer), der in der Dachgeschosswohnung lebt und den Aufstand probt. Der junge Nachbar wirbelt mal eben alles durcheinander und bildet die drei Ehemänner zu Widerstandskämpfern aus, die bereit sind ihre Frauen für die Fremdenlegion zu verlassen. Da ist der „Hantiir“ schon programmiert.

Situationskomik

Mit viel Situationskomik lassen Jörg Dreyer und die anderen Männer das Publikum Tränen lachen. Mit viel Öcher Flair führen die 1947 gegründeten Bühnenfreunde den kurzweiligen Schwank auf. Toll sind das Bühnenbild mit der Wohnungseinrichtung im Stil der 70er Jahre sowie die liebevoll zusammengestellten Kostüme, die Kittelschürzen der Damen und besonders die Legionärsuniformen der Männer. „Das Stück ist aus alten Beständen des Heimattheaters entstanden“, erzählt Judith Knisch, die mit Ralf Leesmeister die Regie geführt hat. Sie hat für die Inszenierung mehrere Stücke zusammengefasst, hier und da Gags sowie eine Rolle hinzugefügt. Ralf Leesmeister hat das Ganze dann ins Öcher Platt übersetzt.

„Wir freuen uns übrigens sehr, dass wir kein Nachwuchsproblem haben. Viele unserer Akteure spielen schon seit vielen Jahren mit und sind mit dem Aachener Heimattheater groß geworden. Unter anderem Jörg Dreyer, Kathrin Schnitker und ich sind schon seit mehr als 30 Jahren dabei. Im Öcher Platt werden wir von vielen alten Hasen unterstützt“, erzählt Regisseurin Judith Knisch.

Das Ensemble des Aachener Heimattheaters präsentiert die turbulente Komödie noch drei Mal. Weitere Aufführungen gibt es am Samstag, 6. April, um 19.30 Uhr im Eurogress Aachen sowie am 17. und 18. Mai in der Stadthalle Alsdorf. Restkarten sind erhältlich. Eintrittskarten sind erhältlich unter anderem beim Kundenservice des Medienhauses Aachen am Elisenbrunnen oder im Verlagsgebäude an der Dresdener Straße 3.

www.aachener-heimattheater.de

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