Aachen: Präsident Carl Meulenbergh zieht seine Turnierbilanz

Aachen : Präsident Carl Meulenbergh zieht seine Turnierbilanz

Beinahe eine Selbstverständlichkeit ist es für den Präsidenten des ALRV, Carl Meulenbergh, am Samstagmorgen in der Aachener CHIO-Woche zwischen 10 und 11 Uhr am Schützenheim in den Soerser Wiesen vorbeizuschauen.

Seit Jahren lädt der Zeitungsverlag hierhin zum Soerser Brunch ein, Freunde, Gäste und Partner des Aachener Medienhauses haben dort einen unmittelbaren Zugang zur Marathonstrecke der Kutschen und zu einem Teil der Vielseitigkeitsstrecke, es gibt sachkundige Führungen zu den Hindernissen.

Der Gang zum Brunch war 2018 auch für Carl Meulenbergh etwas Besonderes. Denn ein letztes Mal vor seinem Ausscheiden in den Ruhestand zog der Chefredakteur unserer Zeitung, Bernd Mathieu, mit dem Präsidenten eine Bilanz beim Weltfest des Pferdesports. Meulenbergh dankte bei dieser Gelegenheit Mathieu für die objektive Berichterstattung des Zeitungsverlages in langen Jahren, kam sodann zu den fraglos guten aktuellen Ergebnissen.

Denn die CHIO—Zahlen sprechen Bände. Man mag es kaum glauben, erneut toppt der ALRV in Sachen Zuschauerzahlen das Vorjahr, der Präsident also damit mehr als zufrieden: „Wir haben bereits am Samstag eine Kartenauslastung, die liegt bei mehr als 90 Prozent, das ist ein sehr guter Wert“, freute sich Meulenbergh.

Zugleich klopfte er auf Holz, da nach dem letztlich glimpflich verlaufenen Unfall eines Springpferdes in der Turnierwoche nichts Gravierendes mehr passiert war. 1000 Pferde insgesamt, 350 aktive Starter mit ihren 500 Pferden, ein gigantisches Sportereignis über zehn Tage, gestemmt auch mit der Kraft von 1100 ehrenamtlichen Helfern, darunter 30 Veterinäre und 40 Fachleuten aus dem medizinischen Bereich, können schon stolz machen, fand Meulenbergh.

Stolz auf die „jungen Frauen“

Richtig stolz aber war er auf die „jungen Frauen“, die dem deutschen Team am Donnerstagabend mit ihren coolen Debütantinnen Simone Blum und Laura Klaphake den ersten Platz beim Nationenpreis der Springreiter vor den Iren und den Niederländern bescherte. Er habe ihnen bereits im Vorfeld prophezeit „so wie ihr drauf seid, werdet ihr gewinnen“ — und dafür ein mildes Lächeln kassiert. Die jungen Reiterinnen mit ihren „24 und 29 Jahren“, so Meulenbergh weiter, hätten „so viel Biss und Engagement“ gezeigt und noch dazu richtig Spaß an ihrem Sport gehabt.

Zwei große Themen werfen in Sachen Aachener Reitturnier ihre Schatten voraus. Für Meulenbergh wie für den ART-Geschäftsführer und CHIO-Vermarkter Michael Mronz ist eines der beiden großen Themen der kommenden Jahre die für beide unabdingbare Vergrößerung des im Weltvergleich beinahe winzigen Areals, auf dem der Spitzensport in Aachen abgewickelt wird. Beide, das war ihren Äußerungen zu entnehmen, waren sehr froh über die Zusagen politischer Gremien, den Standort gemeinsam mit anderen ansässigen Sportvereinen um ein Grundstück, auf dem heute noch das Polizeipräsidium steht, in absehbarer Zeit erweitern zu können.

In eigener Sache berichtete ZVA-Geschäftsführer Andreas Müller über ein ähnlich gutes Standing des Zeitungsverlages, der sich in der jüngsten Vergangenheit von einem reinen Zeitungshaus zu einem vielschichtigen „Medienhaus“, so Müller, entwickelt habe. Den etwa 500 Gästen beim Soerser Brunch stellte Mathieu dann seinen Nachfolger Thomas Thelen vor, der ab dem 1. August die Geschicke von „Aachener Nachrichten“ und „Aachener Zeitung“ als Chefredakteur verantworten wird.

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