Aachen: Postkarte aus dem Jahr 1925 gibt es als Souvenir

Aachen: Postkarte aus dem Jahr 1925 gibt es als Souvenir

Großes hat Irit Tirtey, kaufmännische Leitung des Kulturbetriebes der Stadt Aachen, im Shop des Centre Charlemange vor: „Wir wollen in Zukunft nichts hier verkaufen, was es schon an anderen Orten in Aachen gibt.“

Bis das erreicht ist, wird es noch einige Zeit dauern, doch erste Schritte sind bereits gemacht. Im Rahmen des Karlsjahres hatte es im Shop des Centre Charlemagne bereits exklusive Produkte gegeben und auch heute gibt es schon einige Dinge, wie etwa Schneidebrettchen mit typischen Öcher Sprüchen, die man sonst nirgendwo anders bekommt. Aber dabei soll es nicht bleiben, ein weiterer Schritt ist gemacht worden.

Ein ganz spezielles Produkt mit echtem Aachener Hintergrund, kann ab sofort im Shop des Centre Charlemagne erworben werden: Eine Werbepostkarte zur Jahrtausendausstellung in Aachen aus dem Jahr 1925. Eine Kiste voll mit den Postkarten hatte René Rohrkamp, Leiter des Stadtarchivs, 2015 wiederentdeckt.

„Die Postkarten waren im Stadtarchiv zwar bekannt“, berichtet er, „haben aber keine Rolle gespielt.“ Zunächst war es natürlich ein bisschen ärgerlich, dass man knapp das Karlsjahr verpasst hatte, dann aber sei die Idee aufgekommen, daraus ein echtes Aachener Produkt zu machen, etwas, das man auch außerhalb des Karlsjahres verkaufen könnte.

Während des Karlsjahres seien die Produkte, die man exklusiv anlässlich der Ausstellung verkauft hatte, sehr gut gegangen. Selbes erhofft man sich von der neuen Postkarte. Im Passepartout und gerahmt kommt die Postkarte edel daher, sie wirkt wie ein Gemälde. Es zeigt Heinrich I. im Sattel seines Pferdes, dazu natürlich die Überschrift der Jahrtausendausstellung.

Noch sind genügend Karten da, aber es werden weniger, denn natürlich handelt es sich nicht um Nachdrucke, sondern um die Originale. Die Karten waren bereits seinerzeit limitiert. „Es ist ein Dokument der Aachener Stadtgeschichte“, resümiert Rohrkamp. Die Ausstellung hatte damals auch den Zweck, einen „Reichsgedanken“ zu präsentieren, um Nationalismus ging es dabei nicht. Doch heute spielt weniger das eine Rolle, als vielmehr die Idee, dass Besucher ein echtes Stück Geschichte erwerben können.

Produktlinie

Auch für die Zukunft hofft man in Zusammenarbeit mit einer Agentur und mit den entsprechenden Personen und Abteilungen der Stadtverwaltung, eine Produktlinie zu gestalten, die unique für das Centre Charlemagne und die Route Charlemagne steht. Aufnehmen darin möchte man auf jeden Fall einen Schlüsselanhänger mit dem Siegel Karls des Großen, der sich bereits im Karlsjahr sehr gut verkauft hatte.

Bisher sind zehn Postkarten gerahmt worden, mehr sind mit ein bisschen Vorlaufzeit herstellbar. Bei Interesse kann man entweder direkt im Centre Charlemagne anfragen, per Mail unter kulturservice@mail.aachen.de oder sich telefonisch bei Michael Wollek unter 4324925 melden. Der Preis der gerahmten Karte liegt bei 14,90 Euro.

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