Positives Fazit bei Sportprojekt an der RWTH Aachen nach zwei Jahren

Positives Fazit nach zwei Jahren : Jede Treppenstufe hält gesund

„Treppenlaufen ist gesund!“ Schilder dieser Aussage lotsten einen in den obersten Stock des SuperC der RWTH Aachen. Dort fand jetzt die Abschlussveranstaltung des Pilotprojekts „Active Campus Europe“ statt. Das zweijährige Sportprojekt, das aus einer Kooperation von 16 europäischen Hochschulen entstanden war, sollte die Begeisterung von Studierenden für sportliche Betätigung fördern.

Dafür tauschten sich die verschiedenen europäischen Hochschulen über ihre Sportangebote aus, starteten innovative Projekte und erarbeiteten neue Methoden zur sportlichen Aktivierung von mehr Studierenden. Peter Lynen, Leiter des Hochschulsportzentrums der RWTH Aachen, betonte, die RWTH sei mit rund 15.000 wöchentlichen Teilnehmern hochschulsportlicher Angebote eigentlich sehr gut aufgestellt. Doch bei über 45.000 Studierenden könnten die Zahlen natürlich noch besser sein. „Wir stellen fest, dass es viele Menschen gibt, die gar nicht zum Sport finden“, erklärte Lynen.

Besondere Zielgruppe

Und genau diese jungen Leute, die sich bis jetzt nicht für Sport begeistern konnten, sollten durch das „Active Campus Europe“-Projekt, kurz ACE-Projekt, gefördert werden. Europaweit wurden Studierende motiviert, an Sportkursen teilzunehmen und auch nachhaltig sportlicher zu leben. Dabei wollten die Projektleiter klarmachen, wie niedrigschwellig sportlicheres Leben möglich ist: Nur schon eine Bushaltestelle früher auszusteigen oder eben die Treppe, statt den Aufzug zu nehmen hilft!

Durch solche kleinen Änderungen sollte der Alltag der Studierenden langfristig bewegter gestaltet werden. Darüber hinaus erarbeiteten die Universitäten eine Broschüre voller Inspirationen für die Organisation und den Aufbau niedrigschwelliger Sportangebote als auch die Teilnahme an solchen. Lynen betonte, wie wichtig es nun sei, diese Ergebnisse und Hilfestellungen nach außen zu tragen und europaweit zu teilen.

Nicht nur Broschüre

Doch soll es nicht bei dieser Broschüre bleiben. „Viel wichtiger ist die Kultur“, betonte Eckhard Rohde, Vorstandsmitglied der Landeskonferenz für Hochschulsport in Nordrhein-Westfalen. Die notwendige Kultur sei es, auch „sportferne Menschen“ an den Universitäten zu fördern. „Diese Menschen sind ein oft vernachlässigter Teil der Studierendenschaft“, führte Rohde weiter aus. Diesen wichtigen Bestandteil der Hochschularbeit sieht er enorm durch das ACE-Projekt gefördert. „Großer Dank geht dabei an die nordrhein-westfälischen Hochschulen und Aachen im Speziellen“, sagte Rhode. Aachen hätte, in der Rolle der Projektleitung, nämlich ein Gros der Arbeit gestemmt.

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