Aachen: „Positive Aussichten”, die Tuchfabrik zu erhalten

Aachen: „Positive Aussichten”, die Tuchfabrik zu erhalten

28 Mitarbeitern des insolventen Textilherstellers Palla Creativ Textiltechnik, die in Neuenkirchen gearbeitet haben, wird eine Stelle im Aachener Stammwerk angeboten.

90 weitere verlieren ihre Arbeit, der Standort im Münsterland wird geschlossen und die Produktion in die Betriebe Aachen und St. Egidien (Sachsen) verlagert. Dies teilte Insolvenzverwalter Christoph Niering in Köln mit.

Der letzte große Textilhersteller in Deutschland war durch einen Auftragsengpass in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte Ende November Insolvenzantrag gestellt. Bereits zwei Jahre zuvor hatte das Unternehmen, damals noch als Tuchfabrik Becker in Niederforstbach, wegen einer Insolvenz mehrere hundert Stellen abgebaut.

Die Fortführung des modernsten Textilherstellers in Europa ist nach Angaben Nierings in dem „sehr schwierigen Marktumfeld” nur mit Unterstützung des Freistaats Sachsen möglich, der seine Hilfe zugesagt habe. Die Zustimmung der EU-Kommission dazu solle kurzfristig erfolgen.

„Aufgrund des großen Zuspruchs vonseiten der Kunden und der hohen Fertigungsqualität bestehen positive Aussichten, die Standorte Aachen und St. Egidien zu erhalten.” An der Schließung von Neuenkirchen gehe aber kein Weg vorbei.