Aachen: Popchor Aachen: AC/DC, Sting und Keane aus 140 Kehlen

Aachen: Popchor Aachen: AC/DC, Sting und Keane aus 140 Kehlen

Es wird sicher ein bombastischer Anblick sein, wenn der Popchor Aachen am Donnerstag- und Freitagabend in der Kirche St. Gregorius auftritt. Bombastisch, weil sage und schreibe 140 Sängerinnen und Sänger auf einer eigens angefertigten Bühne stehen werden. Doch nicht nur der Anblick wird beeindrucken, noch prächtiger dürfte der Sound des Popchors sein.

Für diesen sorgt die Jazz- und Popsängerin Tanja Raich, die das Popchor-Projekt der Musikschule Aachen mit viel Leidenschaft leitet. Ursprünglich war das Projekt 2015 als einmaliges Vorhaben geplant, doch weil es so erfolgreich war, ging es 2016 in die zweite und 2017 dann in die dritte Runde, die nun mit den beiden Konzerten am Donnerstag und Freitag vor ihrem Abschluss steht. Im September 2017 geht es dann weiter. Angefangen hat es mit etwa 90 Sängern, ein Jahr später waren es schon 120 und nun 140.

Tanja Raich indes wundert es nicht, dass immer mehr Menschen beim Popchor mitsingen möchten. „Etwa zwei Drittel der Sängerinnen und Sänger sind durchgängig dabei, ein Drittel sind jeweils Neuzugänge. Diese sind meist Besucher eines der beiden Konzerte. Ich denke, dass der Popchor dann so viel Freude am Singen versprüht, dass in vielen der Wunsch entsteht, mitzumachen“, erklärt die Musik-Expertin. Auch das Repertoire spreche die Menschen an, so viele Popchöre gebe es nicht in Aachen, so Tanja Raich weiter.

Umfangreiches Repertroire

Und dieses Repertoire, das Alt und Jung gefallen dürfte, ist wirklich umfangreich. Besucher der Konzerte können sich unter anderen auf Songs von AC/DC, Guns‘n‘Roses, Michael Jackson, Sting und Keane freuen. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger vom Tanja Raich Quartett. Neben der Band mit Christoph Eisenburger (Klavier), Michael Wallraf (Gitarre), Werner Lauscher (Bass) und Luc Nelissen (Gesang, Percussion) wird außerdem noch das C-String-Quartett, in dem Lehrer der Musikschule mit Bratschen und Celli spielen, den Chor teilweise begleiten. Band und C-String-Quartett spielen aber auch einige Instrumentalstücke.

Es gibt also viel zu sehen und zu hören an beiden Abenden. Dass dies bei so vielen Menschen nicht in einem Chaos mündet, liegt zum einen an der professionellen Einstellung aller, die an dem Projekt beteiligt sind, und an Tanja Raich, die einmal im Monat mit dem Chor probt. Zwischen den Proben können die Teilnehmer mit Hilfe von Choreo-Videos, Staging-Plänen und vor allem den einzeln von Tanja Raich eingesungenen Stimmen in digitaler Form üben und lernen.

Wer sich von dem Resultat überzeugen möchte, der sollte am Donnerstag und Freitag St. Gregorius aufsuchen. Die Konzerte beginnen um 20 Uhr, der Eintritt ist frei, um Spenden zugunsten integrativer Musikprojekte und Musikprojekten mit minderjährigen Flüchtlingen wird gebeten.

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