Aachen: Polizei jagt per Hubschrauber Einbrecherinnen

Aachen: Polizei jagt per Hubschrauber Einbrecherinnen

30 Polizisten haben Dienstagnachmittag mit einem Helikopter, einem Spürhund und zwei Pferden in einem Maisfeld nach zwei flüchtigen jungen Frauen gesucht, die von einem Zeugen bei einem versuchten Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Berensberger Straße beobachtet wurden.

Kurz vor 20 Uhr gelang es der Polizei, die den Großeinsatz bereits abgebrochen hatte und nur noch mit wenigen Beamten in der Nähe des Maisfeldes verdeckt fahndete, die mutmaßlichen Täterinnen festzunehmen.

Zur Vorgeschichte des Fahndungserfolges: Bei ihrer Flucht in ein nahe gelegenes Maisfeld hatte ein Polizeibeamter, der gerade nicht im Dienst war, die Frauen kurz nach der versuchten Tat gesehen und dann seine Kollegen verständigt. Die waren in wenigen Minuten zur Stelle und umstellten das Feld an der Grenze zwischen Aachen und Herzogenrath-Kohlscheid.

Der Helikopter kreiste mehr als eine Stunde lang über dem Feld, auf dem der Mais bereits gut zwei Meter hoch wächst. Gegen 17.30 Uhr brachen die Polizisten den Einsatz zunächst erfolglos ab.

Die Suche mit dem Spürhund war schon früher eingestellt worden: „Polizeihundeführer und Hund hatten sich im Maisfeld schon nach kürzester Zeit verloren, deshalb musste die Suche mit dem Spürhund abgebrochen werden”, erklärte Polizei-Einsatzleiter Karl-Heinz Wilhelm.

Bei ihrer Fahndung benutzen die Polizisten im Helikopter zwar eine Wärmebildkamera, bei Temperaturen um 25 Grad Celcius im Schatten und deutlich höheren Werten in der Nachmittagssonne erwies sich jedoch auch dieses Fahndungsmittel als ungeeignet. Auch die Beamten der Düsseldorfer Reiterstaffel, die das Feld auf zwei Pferden umritten, entdeckten die flüchtigen Frauen nicht.

Erst der Hinweis einer Zeugin, der das Duo am Abend begegnete, führte zum Erfolg. Die Polizei griff zu. Die mutmaßlichen Täterinnen werden nun dem Haftrichter vorgeführt.

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