Aachen: Politiker geben grünes Licht für den Radschnellweg

Aachen: Politiker geben grünes Licht für den Radschnellweg

Einstimmig hat der Mobilitätsausschuss beschlossen, die Planungen für den Radschnellweg, der aus der City heraus über Laurensberg und Richterich nach Herzogenrath führen soll, auf der Grundlage der vorgelegten Machbarkeitsstudie weiterzuverfolgen. In der Bezirksvertretung Richterich hatte es allerdings Bedenken wegen des Wegfalls von 33 Parkplätzen gegeben.

Man befürchtet dort, dass ihr Wegfall der Zugänglichkeit des Ortszentrum schaden werde, ein Thema, das CDU-Ratsherr Holger Brantin im Mobilitätsausschuss nochmals ansprach. Brantin forderte, die Verwaltung solle hier „behutsam“ vorgehen und möglichst keinen Parkraum zerstören.

Auch in Laurensberg stößt die geplante Trassenführung, die über den alten Bahndamm führen soll und zwei Brückenbauwerke benötigt, auf Kritik. Schon am Mittwochabend waren zahlreiche Anwohner in die Sitzung der Bezirksvertretung gekommen, um ihre Beschwerden vorzubringen. In teils sehr emotionalen Beiträgen befürchteten sie, dass mit der Trassenführung über den alten Bahndamm dort ein Naherholungsgebiet zerstört werde.

Unfallgefahr und Enteignungen

Zudem lehnten sie die Brücken ab, weil sie zu teuer seien und negative Auswirkungen auf eine Kaltluftschneise hätten. Andere befürchteten eine erhöhte Unfallgefahr durch Radfahrer oder gar Enteignungen der Hauseigentümer, vor deren Haustür der Radschnellweg verlaufen solle. Sowohl die Bezirksvertreter als auch die Mitarbeiter der Verwaltung versuchten zu vermitteln, Kompromisse aufzuzeigen und auf die positiven Folgen für Radfahrer, Verkehrsbelastung und Klima hinzuweisen — bei einigen Beschwerdeführern jedoch erfolglos.

(wos/hr)
Mehr von Aachener Nachrichten