Aachen: Piratenposten in Aachen bleiben vorerst unbesetzt

Aachen : Piratenposten in Aachen bleiben vorerst unbesetzt

Im Streit um die Besetzung ihrer neuen Fraktionsgeschäftsführung zeichnet sich bei den Piraten noch keine Lösung ab. Der Ausschreibungstext sei zwar fertig, teilte Udo Pütz, Chef der dreiköpfigen neuen Ratsfraktion, am Freitag auf Anfrage mit. Doch wann er veröffentlicht wird, stehe noch nicht fest.

Vor der Sommerpause sei eine Besetzung kaum mehr nötig, meinte er am Freitag. Dabei konnte es ihm vor kurzem noch gar nicht schnell genug gehen. Pütz hätte allzu gerne den ehemaligen Piraten und Ratsherrn Felix Bosseler in den 30-Stunden-Job gehievt.

Weil er dies ohne Ausschreibung tun wollte, hat er den Piraten den ersten großen Krach nach der Kommunalwahl beschert. Insbesondere Marc Salgert, der als OB-Kandidat für die Piraten angetreten war, warf Pütz Mauscheleien und mangelnde Transparenz vor und forderte ihn und den Ratsherrn Sait Bakaya wegen Verletzung von Piraten-Idealen gar zum Rücktritt auf.

Zwischenzeitlich hat die Fraktion ihrerseits Salgert ins Abseits gestellt. Zugleich hat aber auch Bosseler erklärt, nicht mehr als Geschäftsführer zur Verfügung zu stehen. Diesen „Zirkus“ wolle er nicht mitmachen, zumal seine derzeitige Berufstätigkeit ohnehin weitaus attraktiver sei.

Noch bis Ende Juli leitet somit Ratsherr Marc Teuku kommissarisch die Geschäfte der Fraktion. Was danach passiert, steht in den Sternen. Auch eine Teilzeitstelle für eine Assistenz bleibt noch unbesetzt. Immerhin: Ab Montag sollen die neuen Fraktionsräume am Katschhof zur Verfügung stehen und allmählich bezugsfertig umgestaltet werden.

Oberstes Ziel müsse es jetzt sein, die persönlichen Reibereien zu überwinden und die Arbeit der Fraktion in den Vordergrund zu stellen, meint Teuku. Er selbst könne sich derzeit jedoch keine Bewerbung auf den Geschäftsführerposten vorstellen: „Dafür stimmt das Umfeld nicht“, sagt er.

Derweil haben die Piraten die wichtigsten Formalitäten für die Gründung ihrer Fraktion erledigt. Auch die Sitze in den Gremien sind inzwischen zugeteilt.

(gei)