Phantasiewelten: Aachener musizieren in Stolberg

Konzert des Eilendorfer Instrumentalvereins : Unvergessliche Melodien erklingen im Zinkhütter Hof

Musik aus beliebten Filmen oder die großen Werke klassischer Komponisten: Der Eilendorfer Instrumentalverein hat am Wochenende sein Publikum im Zinkhütter Hof in Stolberg regelrecht verzaubert.

Kleine gutgelaunte Hobbits, große alte Zauberer mit langem Bart, geheimnisvolle Meereswesen oder spektakuläre Abenteuer mit Indianer Jones? Die Liste mit fantastischen Wesen und Geschichten ließe sich noch endlos fortführen. Harry Potter, Herr der Ringe, Charlie und die Schokoladenfabrik - ohne ein bisschen Fantasie wäre nicht nur die Kindheit nur halb so bunt und aufregend. Passend zum Herbst, der zum Träumen einlädt, veranstaltete der Instrumentalverein Eilendorf sein diesjähriges Herbstkonzert im Zinkhütter Hof unter dem Titel „Phantasiewelten“.

Bevor das Musikschulorchester unter Leitung von Didier Dhont den Startschuss zur musikalischen Fantasiereise gab, lud Maria Vossen, Musikerin und Medienbeauftragte des Instrumentalvereins, zu einer Gedankenreise ein: „Lassen Sie uns gemeinsam einlassen: Einlassen auf die Musik, die Klänge, die Erinnerungen wecken und einlassen auf unsere Vorstellungen, die bunt, real und zauberhaft wirken.“

Danach ging es auf eine mehr als zweistündige Tour durch verschiedene Welten. Manchmal fröhlich-beschwingt, manchmal zauberhaft-mystisch und dann wieder abenteuerlich-dynamisch musizierten die drei Orchesterformationen durch verschiedene Filmmusiken und klassische Meisterwerke. Das Jugendorchester, ebenfalls dirigiert von Didier Dhont, startete seinen Auftritt mit einer Suite aus Mozarts Zauberflöte, während das große Orchester im Anschluss unter der Leitung von Jonneke Hanssen-Moerke mit preisgekrönten Herr der Ringe Symphonien die ausverkauften Ränge begeisterte.

Besonderen Anklang fand die letzte Zugabe, die Hanssen-Moerke sogar zum Mikrofon greifen ließ: „Wie Sie wissen, rede ich eigentlich nie während eines Konzerts. Und eigentlich bin ich auch kein Fan von Zugaben, weil sie im Zweifel das schöne Gefühl des gesamten Abends zunichte machen. Aber weil ich weiß, dass Sie gerne eine Zugabe hören möchten, habe ich mich ein bisschen mit der Aachener Geschichte auseinandergesetzt und bin auf ein Stück gestoßen, dass zu Aachen passt.“ Und es ertönte unter dem Gesang des hocherfreuten Publikums das Stück „Unsere Garde“.

Die rund 100 Musiker – egal ob groß oder klein, jung oder alt – waren sichtlich mit großer Leidenschaft bei der Sache und bescherten den Besuchern einen unvergesslichen Herbstabend.

Mehr von Aachener Nachrichten