Aachen: Peter Gabriel und Oasis im neuen Gewand

Aachen : Peter Gabriel und Oasis im neuen Gewand

Viel gemein scheinen Kurt Cobain und Johnny Cash, Norah Jones und Maximo Park auf den ersten Blick nicht zu haben, dabei ist der gemeinsame Nenner eigentlich sehr einfach. Die Musik all dieser Künstler — und noch von vielen weiteren — gehört zum Repertoire der Aachener Coverband T.D. Lemon Band, die am kommenden Montag, 2. November, im Domkeller auftreten wird.

Ein klares Lieblingsgenre, eins, in dem sich die Band, die bereits seit den späten 1990er Jahren Aachens Bühnen rockt, richtig zu Hause fühlt, gibt also nicht.

Frank „The Egg“ Denhard (Mandoline, Akustik-Gitarre, E-Gitarre, Ukulele, Tin Whistle, Gesang), Ralf „The Voice“ (Klavier, Gesang, Western- und E-Gitarre), Rainer Engler (Schlagzeug), Uli Millmann (Bass) und Ela „Knöpfchen“ Ngcezulla (Gesang) kommen alle aus unterschiedlichen Richtungen, und das wirkt sich auf die Songauswahl aus: „Dem einen gefällt Rock, dem anderen Folk oder Soul, gerade deshalb sind wir so breit aufgestellt. Und wir spielen die Songs in unserem eigenen Stil; den nennen wir AcCoPock — Acoustic-Cover-Pop-Rock“, erklärt die T.D. Lemon Band.

Nach einer Romanfigur benannt

Eigener Stil bedeutet, dass die Bandmitglieder, die alle ihre Songideen einbringen, sich gemeinsam an die Arbeit machen, wenn allen ein vorgeschlagener Song gefällt. „Wir probieren verschiedene Instrumente aus, vielleicht Mandoline, Kontrabass oder doch die E-Gitarre, basteln am Gesang, am Tempo — so dass am Ende eine typische T.D. Lemon Nummer rauskommt und nicht nur eine x-beliebige Coverversion“, erläutert die Truppe.

Und natürlich sind so im Laufe der Jahre ein paar Songs zusammengekommen. Es wird abwechslungsreich im Domkeller: „Am Ende hat das Publikum hoffentlich auch seinen Spaß, und darauf kommt‘s ja schließlich an.“

Im Domkeller gespielt hat die T.D. Lemon Band, die sich nach einer Romanfigur benannt hat, bisher noch nicht. Dementsprechend freut sich die Gruppe auf den Auftritt: „Wir erwarten, dass es dort sehr muckelig und familiär wird, denn es ist ja schon ein bisschen eng, aber auch sehr urig — es herrscht so eine gewisse Wohnzimmeratmosphäre. Und das macht bestimmt gute Stimmung.“

Davon darf man getrost ausgehen, denn die T.D. Lemon Band hat sich vorgenommen, die Zuhörer mit jedem Song, den sie spielt, zu überraschen. „Man kennt eigentlich alle Songs, auch wenn man sie nicht gleich erkennt — weil sie eben nicht so klingen wie im Radio. Zum Beispiel ‚Wonderwall‘ von Oasis wird bei uns zum Mandolinen-Reggae, Peter Gabriels ‚Don‘t give up‘ zur akustischen Lagerfeuer-Nummer oder ‚Wicked Games‘ von Chris Isaak zum Hard-Rock-Kracher.“

Wer sich selbst überzeugen möchte, sollte am Montag in den Domkeller gehen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

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