Zur Nacht der Unternehmen: Perfektes Sprungbrett ins Berufsleben

Zur Nacht der Unternehmen : Perfektes Sprungbrett ins Berufsleben

Rund 100 Firmen aus der gesamten Region werden sich in diesem Jahr bei der Nacht der Unternehmen jungen Menschen präsentieren, die auf der Suche nach einem attraktiven Arbeitsplatz sind. Und dieses Angebot ist offensichtlich sehr erfolgreich. Am 6. November findet im Technologiezentrum am Aachener Europaplatz die nächste Ausgabe statt.

Der 28-jährige Nikolai Tauch jedenfalls wurde schnell fündig, als er sich hier nach einem Job umschaute. An einem Infostand im Technologiezentrum machte man ihn auf die Aachener Firma Bauer und Kirch aufmerksam. Nikolai Tauch ergriff die Chance, fuhr noch in der selben Nacht mit dem Bus zur Pascalstraße und führte ein erstes Gespräch mit Geschäftsführer Andreas Bauer. Und schon war seine Bewerbung als Software-Entwickler unter Dach und Fach. Der direkte Kontakt zwischen Unternehmen und Studenten führt nach Erfahrung aller Beteiligten oft sehr schnell zum gewünschten Erfolg.

Und genau darauf setzt die Nacht der Unternehmen bereits seit elf Jahren. Wichtig ist den Organisatoren dabei, dass die Unternehmen und Firmen vor Ort zum Zuge kommen. „Denn oft ist unter den Studenten gar nicht bekannt, wie viele spannende Unternehmen Aachen zu bieten hat“, sagt Anja Robert, Leitung Career Center der RWTH Aachen. „Alle denken schnell an Siemens, Bosch und Co. und schauen gar nicht darauf, was die Region zu bieten hat“, meint sie. Bei der Nacht der Unternehmen setzen sich viele Unterstützer gemeinsam dafür ein, dass gut ausgebildete Fachkräfte in der Region bleiben.

Die FH macht sich zudem auch um die „Studienzweifler“ verdient. „Ein Studienabbruch muss kein Scheitern sein“, sagt Dr. Antonia Csiba, Leitung Career Service der Fachhochschule Aachen, und verweist auf die die Möglichkeit, unter etwas anderen Voraussetzungen weiterzumachen oder vielleicht direkt ins Arbeitsleben zu wechseln. „Der frühe Kontakt mit den Aachener Unternehmen ist dabei in jeder Hinsicht hilfreich“, meint sie. „Und der Messekatalog, der in jedem Jahr für die Nacht der Unternehmen erstellt wird, ist schließlich auch später noch eine gute Grundlage, um sich nach einem passendem Arbeitgeber umzuschauen“, ergänzt Anja Robert von der RWTH.

Fünf unterschiedliche Touren

Die Nacht der Unternehmen beginnt am Dienstag, 6. November, um 17 Uhr im Technologiezentrum Aachen am Europaplatz mit einer Ausstellung der teilnehmenden Unternehmen. Um 18 Uhr starten dann die Busfahrten. Es gibt insgesamt fünf Touren, die unterschiedliche Firmenstandorte anfahren. Sogar die FH Jülich ist ein Ziel.

Für Andreas Bauer ist die Nacht der Unternehmen immer etwas ganz Besonderes. „Wir bleiben dann länger und arbeiten in die Nacht hinein, damit unsere Besucher auch sehen, was wir tun“, erzählt er. Seine Firma trägt den Titel „Software, Internet, Lösungen“ und war für Nikolai Tauch genau die richtige Adresse, nachdem er sein Studium an der FH abgebrochen hatte. Insgesamt konnte die Firma in den vergangenen Jahren drei feste Mitarbeiter bei der Nacht der Unternehmen gewinnen, und so ist es wohl auch kein Wunder, dass sie hier wie ein Event gestaltet wird.

Die Tema Technologie Marketing AG hat die Nacht der Unternehmen inzwischen auch in einigen anderen Städten wie beispielsweise Berlin, Stuttgart und Paris etablieren können. „Aber ursprünglich stammt die Idee aus Aachen“, betont Vorstand Dr. Günter Bleimann-Gather. Hier sitzen neben den Universitäten unter anderem auch die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen und die Agentur für Arbeit Aachen-Düren mit im Boot. Laut Astrid Brokmann ist gerade auch die Agentur für Arbeit ganz besonders an der der Nacht der Unternehmen interessiert. Denn von insgesamt fast 7000 gemeldeten freien Ausbildungsstellen blieben zum diesjährigen Ausbildungsstart demnach fast zehn Prozent unbesetzt. Alle Teilnehmer schwärmen gleichermaßen von dem „tollen Angebot“ und dem „tollen Forum“, das die Nacht der Unternehmen bietet. „Denn hier werden regionale Unternehmen für die Talente von morgen erlebbar gemacht“, betont Michael Schmitz, Leiter des Teams „Wirtschaft“, Fachbereich Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen.

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