Aachen: Pavillon am Depot: Abbau in den kommenden Wochen

Aachen : Pavillon am Depot: Abbau in den kommenden Wochen

Schaut man von außen drauf, scheint sich nichts zu tun: Der Pavillon vor dem Depot in der Talstraße steht noch genau so, wie er 2015 dort aufgebaut worden war. Dass sich eben doch etwas tut, sieht man dem kleinen Holzbauwerk nicht an. Genau deshalb regt sich Unruhe.

Lokalpolitik wie Verwaltung würden gerne schnellstmöglich auch von außen erkennen können, dass der Pavillon umzieht. In zwei bis drei Wochen soll der Abbau nun über die Bühne gehen.

Es sind organisatorische Gründe die den Umzug verzögern, erklärt Björn Schötten, einer der Sprecher der Stadtteilkonferenz Westparkviertel: die Gründung eines Trägervereins und der Übergang des Pavillon-Besitzes. Nach dem Willen der Stadt sollte der Bau, der unter dem Titel „Recycling Mies“ von Lehrenden und Studierenden des Lehrstuhls für Gebäudelehre an der RWTH gebaut wurde, eigentlich längst demontiert und abgefahren sein.

Nachdem ein Nachnutzer gefunden war, wurde jedoch deutlich, dass es so schnell nicht geht und nötige Schritte bis zum Umzug doch etwas mehr Zeit als geplant in Anspruch nehmen würden. Die Stadt tolerierte diesen Umstand und tolerierte den Pavillon selbst länger als zunächst geplant im Vorgarten des Depots. Nun aber wird man unruhig. Der Gestattungsvertrag ist ausgelaufen und „eine Chance auf Verlängerung gibt es nicht“, sagt Schötten. Deshalb sei es gut, dass der Abbau „in den nächsten zwei bis drei Wochen“ endlich bevorstehe.

Um den Pavillon soll sich, wenn er erst im Westpark steht, ein Trägerverein namens „Westparkviertel“ kümmern. Der musste allerdings erst gegründet werden. Alle Institutionen, die das kleine Bauwerk später bespielen, sollten in dem Verein Mitglied sein, sagt Schötten. Bis man alle Beteiligten in einem Boot hatte, habe es jedoch gedauert. Nun aber laufe die Eintragung. Für weitere Verzögerung sorge, dass man einen wirtschaftlichen Übergang für den Pavillon finden müsse. Oder anders ausgedrückt: der Pavillon muss vom Besitz der RWTH in den Besitz des Trägervereins übergehen. Auch da mache man gute Fortschritte. Der Vertragsentwurf der Hochschule sei in der vergangenen Woche gekommen.

Aufbau frühestens im Frühjahr

Abgebaut und in mehrere Teile zerlegt wird der Pavillon erst einmal zwischengelagert werden. Der Aufbau ist für Anfang kommenden Jahres geplant. Wann genau, sei noch nicht festgelegt, sagt Schötten. Das hänge unter anderem von einer gültigen Baugenehmigung ab, die man brauche. Derzeit befinde man sich mit dem Umweltamt in der Diskussion, wo der Pavillon genau aufgestellt werden soll. Der grobe Standort sei bereits bestimmt: die große Wiese an der Gartenstraße an der Südkante. Noch unklar sei, ob er an der Wiesen- oder der Wegseite stehen werde.

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