Brand: Parkraum in Brand wird knapp

Brand : Parkraum in Brand wird knapp

Es war ein umfängliches, akribisch erarbeitetes Zahlenpaket, das Frank Jansen vom Ingenieurbüro DTV Verkehrsconsult aus Oberforstbach der Brander Bezirksvertretung präsentierte. Auf der Grundlage eines Antrages der CDU-Fraktion aus dem Jahre 2013 stellte er in einem Gutachten die aktuelle Parkraumsituation im Ortskern von Brand vor.

Das — sehr kurz gefasste — Fazit: Gemessen an der Funktion Brands als Unterzentrum für den Aachener Südraum stellt sich die Parkplatzsituation im zentralen Bereich von Brand um den Marktplatz und an der oberen Trierer Straße bisweilen als schwierig dar. Für Kenner der Situation sei das wenig überraschend, meinte etwa FDP-Vertreter Peter Blum, aber immerhin verfüge man nun über entsprechendes Zahlenmaterial, um damit die Notwendigkeit weiterer Planungen zu untermauern.

Angebot ausreichend

Die Zahlen wurden Anfang November vergangenen Jahres im Bereich Trierer Straße zwischen dem Brander Bahnhof und der oberen Ringstraße sowie am Marktplatz mit den jeweils angrenzenden Straßen erhoben. Die Zählung beinhaltet die volle Zahl der Parkplätze im Zentrum Brands, also auch die auf dem Marktplatz, in der Marktstraße und an der ehemaligen Schule in der Josefsallee. Das Ergebnis weist für diesen Zeitpunkt knapp 770 öffentliche Parkplätze nach.

Unter diesen Voraussetzungen sei das Parkplatzangebot in Brand — so der Tenor des Gutachtens — ausreichend, wenn man alle erhobenen Zonen insgesamt betrachtet. Das heißt aber nicht, dass die Situation zu Spitzenzeiten, etwa am Samstagvormittag, wenn der Wochenmarkt stattfindet, rund um den Marktplatz als entspannt bezeichnet werden kann.

Lorenz Hellmann (SPD) blickte daher etwas sorgenvoll in die Zukunft. Er wies auf den aktuellen Umbau der Marktstraße, auf die bevorstehende Umgestaltung des Marktplatzes und auf die fortgeschrittene Planung für eine Neubebauung des städtischen Grundstücks in der Josefsallee hin, wodurch künftig per Saldo etwa 100 Parkplätze wegfallen könnten. Da baue sich eine schwierige Situation auf, denn Brand sei als Unterzentrum auf die gute Erreichbarkeit angewiesen, meinte Hellmann.

Quer durch alle Fraktionen war man sich einig, dass man angesichts eines weiter steigenden Aufkommens an individuellem Pkw-Verkehr, der „unschönen Wahrheit ins Gesicht schauen“ müsse, dass die gewünschten Parkplätze nicht immer verfügbar seien.

Im Vorfeld hatte es bereits Überlegungen gegeben, wie man den Parkdruck etwas abmildern könnte. Dabei hatte man unter anderem die dreieckige Grünanlage an der Einmündung der Josefsallee in die Freunder Landstraße in Betracht gezogen, wobei der dortige Baumbestand noch besonders beachtet werden muss.

Das jetzt vorliegende Gutachten wurde von der Bezirksvertretung ohne weitere Beschlüsse lediglich zur Kenntnis genommen. Intern werden sich die Fraktionen mit dem Zahlenmaterial weiter beschäftigen, um Ideen und Vorschläge zu entwickeln, wie man mit der Parkplatzsituation in Brand künftig umgeht.