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Aachen: Parkhaus Bushof: Freundliches Entree statt düsterer Unterführung

Aachen : Parkhaus Bushof: Freundliches Entree statt düsterer Unterführung

Ein städtebauliches Glanzstück ist die Ecke Peterstraße/Kurhausstraße bislang nicht. Nun aber wird sie kräftig aufgebrezelt. Erstes sichtbares Zeichen der schönen neuen Zeit ist eine Art kleiner Glaskubus, der zurzeit unweit des Bushofs Formen annimmt.

Aus dem momentan noch etwas befremdlichen wirkenden Stahlgerippe soll ein ansprechendes Entree für das Parkhaus unter dem Bushof werden. Hell, freundlich und von Licht durchflutet - so sehen es die Planung von Architekt Manfred Hammers vor. Für Bushof-Besucher oder Tiefgaragenparker wäre das in der Tat ein Novum. Von der Sonne verwöhnt wird man in dem Gebäudekomplex bislang nicht.

Alte Bausubstanz

Dass der Bushof und seine Tiefgarage nicht gerade einladend wirken, weiß man auch bei der Aseag und der Parkhausgesellschaft Apag. Es sei halt „Bausubstanz aus den 60er Jahren”, meint Sprecherin Anne Linden, die nun eben mit den „uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten schönstmöglich” hergerichtet wird. Die Kosmetik beginnt schon mit einfachsten Mitteln. Etwas frische Farbe an den Wänden und ein paar neue Lampen sollen den Autoabstellkeller etwas freundlicher wirken lassen. Auf diese Weise habe die Apag auch beim Parkhaus in der Mostardstraße schon hübsche Erfolge erzielt, weiß Anne Linden.

Mehr Licht

Weil das aber beim Bushof nicht reicht, müssen Architekt Hammers und die Tragwerksplaner vom Ingenieurbüro Walter ran. Der Entwurf von Hammers, mit dem er aus einem internen Vierer-Wettbewerb als Sieger hervorging, sieht ein Treppenhaus über zwei Geschosse vor. Durch den darüber thronenden Glasbau soll viel Licht auch in die unteren Etagen fallen, verspricht der Architekt. Auch der Aufzug soll verglast werden. Zudem wurden Toiletten eingeplant in dem zusätzlichen Eingangsbereich zum Parkhaus.

Das hat bisher neben ein paar Verbindungen direkt in das Bushof-Gebäude hauptsächlich nur den Zugang von der Couvenstraße aus, nahe der Zufahrt für die Autos. Der soll auch bleiben, Hammers geht allerdings selbstbewusst davon aus, dass die Kundschaft künftig seinem neuen Entree den Vorzug geben wird.

Zumal dessen Umfeld auch gehörig durchgebürstet wird. „Der Schandfleck verschwindet”, sagt Manfred Hammers und meint damit die alte Fußgänger-Unterführung an der Kreuzung Peterstraße/Kurhausstraße. Der alte Treppenaufgang, bisher schon teilweise verbarrikadiert, werde zugeschüttet, auch das darüber thronende Flachdach hat keine Zukunft mehr. „Der Angstraum wird zugemacht”, so Hammers. An seine Stelle soll eine große Freifläche treten.

Insgesamt wird die Schönheitskur nach Auskunft von Anne Linden rund 600.000 Euro kosten - und schnell wirken: Bis zum Weihnachtsgeschäft sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.