Richterich: Ortsumgehung hat für Politiker höchste Priorität

Richterich: Ortsumgehung hat für Politiker höchste Priorität

Erst die Straße, dann die Häuser: So und nicht anders stellen sich die Politiker der Bezirksvertretung Richterich die Vorgehensweise mit Blick auf das geplante Neubaugebiet Richtericher Dell vor. Sie befürchten, dass sich der Bau der geplanten Umgehungsstraße weiter verzögern könnte.

„Es ist mitnichten so, dass wir nicht mit Hochdruck daran arbeiten würden“, stellte die Verwaltung klar. „Aber es ist ein großes und komplexes Verfahren. Die Straße wird die Stadt Aachen eine Menge Geld kosten“, hieß es weiter. Zurzeit stehe noch eine Umweltprüfung aus. Die soll im Juli vorliegen. Die Politiker befürchten nun, dass mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden könnte, ohne dass die neue Straße in Angriff genommen wurde. Eine zusätzliche verkehrliche Belastung sei den Alt-Richterichern aber nicht zuzumuten.

Keinen Zweifel ließen die Politiker dagegen daran, dass sie die Schaffung neuen Wohnraumes begrüßen. Über das große Interesse an der Bürgerbeteiligung im Januar waren sie zum Teil überrascht. Manfred Kuckelkorn (SPD) kritisierte die Wahl von Schloss Schönau als Veranstaltungsort: „Viele sind gar nicht in den Saal hineingekommen. Die Veranstaltung hätte in der Peter-Schwarzenberg-Halle stattfinden sollen“, meinte er. Ein derart großes Interesse sei nicht absehbar gewesen, entgegnete Marlis Köhne (CDU).

Auch die Bürgerbeteiligung zeigte jedenfalls, dass die Ortsumgehung ein zentrales Thema ist. Die Politiker machten sich jetzt einmal mehr stark dafür, tatsächlich erst dann mit dem Bau der ersten Häuser zu beginnen, wenn die Ortsumgehung in Angriff genommen wurde.

Mehr von Aachener Nachrichten