Aachen: Orkan: „Es hätte schlimmer kommen können”

Aachen: Orkan: „Es hätte schlimmer kommen können”

Prasselnder Regen, verbunden mit Graupel, Hagel und Gewitter - der Donnerstag begann in Aachen beinahe apokalyptisch. Doch so endete er gottlob nicht. Schon um 10.20 Uhr hob der Deutsche Wetterdienst die Unwetterwarnung für das Stadtgebiet wieder auf.

Am frühen Nachmittag konnte Adalbert Zieger, Lagedienstführer der Aachener Berufsfeuerwehr bilanzieren: „Es hätte schlimmer kommen können.” Bis 11.30 Uhr hatten seine Kollegen - unterstützt von der Baumkolonne des Stadtbetriebs - 14 wetterbedingte Einsätze abgeschlossen. „Die meisten Einsätze betraf herbfallende Äste, umgestürzte Bäume oder auch überflutete Straßen wegen verstopfter Kanäle”, zählte Zieger auf.

So stürzte in Kornelimünster ein Baum in die Inde, auf dem Kornelimünsterweg beschädigte ein herabfallender Ast einen geparkten Pkw schwer, auch die Schleidener Straße musste hinter Walheim wegen eines umgestürzten Baumes kurzzeitig gesperrt werden, die Monschauer Straße war ebenfalls von umgestürzten Bäumen betroffen.

Am Nachmittag arbeitete die Feuerwehr noch einige weitere Einsätze - „meist wegen lockerer Dachziegeln oder Dachblechen, wo wir mit Drehleitern oder Hubtrettungsbühnen vor Ort sind”, so Zieger - ab. Doch das Wichtigste: „Niemand wurde verletzt.”

Das bestätigte auch die Aachener Polizei, die in der gesamten Städteregion zwischen 6 und 12 Uhr 25 witterungsbedingte Einsätze verzeichnete. Die Anlässe waren zumeist umgestürzte Bäume, verkehrsschilder, Mülltonnen und herabfallende Dachziegel.

Den Grund für all die fliegenden Äste und Dachziegel verzeichnete die Station des Deutschen Wetterdienstes in Orsbach, die Donnerstagvormittag einen schweren Sturm mit Windstärke 10 gemessen hatte. Auch die Regengüsse waren nach Auskunft von Christine Penquitt von der Wetterwarte mit rund 21 Litern pro Quadratmeter seit Mittwochmorgen für einen Januar einigermaßen ergiebig. Dies führte - mit Verzögerung - schließlich zu steigenden Pegelständen an Inde und Olef. In Kornelimünster jedenfalls bereitete man sich Donnerstagnachmittag bereits auf Hochwasser vor und legte Sandsäcke aus.

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