Aachen: Oppenhoffallee: Parkverbote zum Aufklappen

Aachen: Oppenhoffallee: Parkverbote zum Aufklappen

Aufforstung im Schilderwald: An der Oppenhoffallee hat die Stadt exakt 22 neue Masten gepflanzt, versehen mit praktischen Klappschildern. Damit lassen sich jetzt in Nullkommanix Parkverbote ausschildern und ebenso fix wieder stornieren.

Derzeit läuft gerade die Premiere: Für Mittwoch, 16. Januar, sind die Schilder schon auf Verbotsmodus gestellt. Dann stehen an der Oppenhoffallee Grünpflegearbeiten auf dem Mittelstreifen an. Außerdem sollen der angrenzende Fahrbahnrand und der Parkstreifen gründlich gereinigt werden. Dafür braucht die Putzkolonne freie Bahn. Laut städtischem Presseamt ist es erforderlich, dass entlang des Mittelstreifens keine Fahrzeuge abgestellt werden. Zwischen sieben Uhr morgens und fünf Uhr nachmittags gilt deshalb ein absolutes Halteverbot.

Weil solche Aktionen immer wieder anstehen, hat die Stadt nun eine entsprechende Parkverbotsinfrastruktur geschaffen. „Früher wurde das mit einer mobilen Beschilderung gemacht“, erklärt Axel Costard vom städtischen Presseamt. Diese Signalisierung, wie sie etwa bei Baustellen üblich ist, werde „inzwischen von Gerichten eher kritisch gesehen“, so Costard. Erwartet würde eine vernünftige Beschilderung in jenen Bereichen, in denen es „ständig wiederkehrende“ Parkverbote gebe. So regelmäßig wie die Müllabfuhr kommt die Putzkolonne allerdings nicht zur Oppenhoffallee. Im Schnitt zweimal pro Jahr müsste dort ein absolutes Halteverbot verhängt werden, sagt Costard, auch für den Kinderzug am Karnevalssonntag.

An anderen Ecken der Stadt geht es auch schon mal ohne Verbote, wenn etwa der Parkdruck nicht so groß ist und es ausreichende große Freiflächen zwischen den abgestellten Autos gibt. Im Frankenberger Viertel übersteigt die Stellplatz-Nachfrage aber deutlich das Angebot, freie Parklücken werden umgehend wieder geschlossen. Anwohnerparken gibt es an der Oppenhoffallee nicht, und an den vorübergehenden Verboten führt laut Axel Costard kein Weg vorbei. Ähnliche Klappschilder sollen eventuell auch an der Viktoriaallee installiert werden.

An der Oppenhoffallee stehen sie in der Regel in einem Abstand von rund 30 Metern am Straßenrand, manche Anwohner sprechen schon von einem futuristischen „Spargelfeld“. Bei Bedarf werden die Schilder aufgeklappt und mit einem Hinweis auf den Termin des absoluten Halteverbots versehen. „72 Stunden vorher muss das ausgeschildert sein“, weiß Axel Costard. Wer dann trotzdem dort parkt, muss mit dem Abschleppwagen und entsprechenden Kosten rechnen. Die Kosten für die Schilderwald-Aufforstung kann die Stadt noch nicht genau beziffern. Der Stadtbetrieb habe das mit Bordmitteln selbst erledigt, sagt Costard. Was an Materialeinsatz und Personalaufwand unter dem Strich stehe, müsse erst noch genau ausgerechnet werden.

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