Aachen: „One Billion Rising“: Auch Aachen protestiert

Aachen : „One Billion Rising“: Auch Aachen protestiert

„Erhebt Euch. Befreit Euch. Tanzt.“ Am kommenden Sonntag,14. Februar, gehen weltweit Menschen auf die Straße. Sie tanzen, demonstrieren und fordern das Ende der Gewalt gegen Frauen. Auch in Aachen gibt es wieder eine Kundgebung unter dem Motto „One Billion Rising“ (Eine Milliarde erhebt sich).

„Für eine Welt ohne Gewalt, Sexismus und Ungleichheit“ heißt es ab 14 Uhr am Elisenbrunnen.

Weltweit erfährt jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt — egal ob Schläge, Tritte, sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat, und -prostitution, Menschenhandel oder auch weibliche Genitalverstümmelung. Und noch viel mehr Frauen leiden unter alltäglicher Diskriminierung wie zum Beispiel ungerechte Behandlung auf dem Arbeitsmarkt. Mit Aktionen und Kundgebungen auf allen Kontinenten wird dagegen protestiert.

In Aachen lädt ein breites Bündnis aus regionalen Organisationen und Institutionen um 14 Uhr am Elisenbrunnen dazu ein, sich aus Solidarität zu allen Frauen der Welt, die Gewalt erleben oder erlebt haben, zu erheben. Frauen sollen ermutigt werden über Gewalt zu sprechen, sich Hilfe zu holen und Gewalttaten anzuzeigen.

Organisiert wird die Aktion in diesem Jahr in Aachen vom Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Frauen helfen Frauen, der Grünen Jugend, der jungen Gruppe des Frauennetzwerks, den Jusos, der Juso-Hochschulgruppe, der Linksjugend und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). Redebeiträge sind angekündigt zu Themen wie Beratung und Betreuung für Opfer sexualisierter und häuslicher Gewalt, Zusammenhang zwischen Rassismus und Sexismus, Gleichstellung der Geschlechter und Intersexualität. „‚One Billion Rising‘ bedeutet, ins öffentliche und individuelle Bewusstsein zu rufen, womit sich Frauen tagtäglich auseinandersetzen müssen“, teilen die Organisatoren mit. Der Tanz solle eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit sein.

Mehr von Aachener Nachrichten