Aachen: Öcher Schängche: Kleine Zuschauer helfen kräftig mit

Aachen: Öcher Schängche: Kleine Zuschauer helfen kräftig mit

Ehrfurchtsvolle, kleine Zuschauer sind weniger gefragt, wenn das Öcher Schängche um die Goldene Gans kämpft. Das Publikum muss schon kräftig mithelfen, damit alles zu einem guten Ende kommt. Und zum Schluss findet die stets traurige Prinzessin ihr Lachen wieder, und das Schängche kann zu seinem Jretchen nach Aachen zurückkehren.

Zuvor allerdings hat es so einige Abenteuer zu bestehen. Und dabei zeigt sich: Derjenige, der anderen etwas Gutes tut, wird auch belohnt. Und so bekommt das Schängche dafür, dass er dem bettelnden Zwerg gleich seinen ganzen „Bruetsbüll“ überlässt, eine goldene Gans. Der Ochsenwirt, Nieres, Noppeney, die Tant Hazzor und sogar der Marschall des Königs neiden ihm das Tier und wollen es stehlen.

Die Zauberformel „kleb an“ wirkt da Wunder. Die ganze Truppe wird zu einer Prozession, die bis zum Hof des Königs zieht. Als sich die Prinzessin angesichts der bunten Gesellschaft vor lauter Lachen nicht halten kann, ist es Zeit für den König, sein Versprechen einzulösen. Denn der, der die Prinzessin zum Lachen bringt, soll sie zur Frau bekommen. Das Schängchen aber verzichtet. Was soll es auch mit einer Frau, die kein Öcher Platt spricht?

Die jungen Zuschauer im Puppentheater jedenfalls verstanden offensichtlich genug, um der Handlung folgen zu können. Eifrig unterstützten sie das Schängchen mit kräftigen Zurufen und sangen gemeinsam mit ihm das eine oder andere Lied. Viermal ging der Vorhang zwischendurch rauf und runter, um vom Marktplatz in Aachen in den Aachener Wald, in die Wirtsstube und schließlich ins Königsschloss zu wechseln.

Laut Otto Trebels, künstlerischer Leiter des Stockpuppentheaters, sind die Stücke für die Kinder immer so angelegt, dass sich Vieles aus dem Spiel und der Handlung ergibt. Auch wer nur wenig Öcher Platt verstehe, könne den Geschichten folgen.