Aachen: Öcher können Paten werden für Karl den Großen im Kleinformat

Aachen : Öcher können Paten werden für Karl den Großen im Kleinformat

Es muss es ein tolles Gefühl sein, wenn der Öcher über Kaiser Karl sagen kann: „Mein Patenkind!“. Möglich macht das nun der Künstler Ottmar Hörl. Er will im Vorfeld der Ausstellungen zum Karlsjahr 2014 den Kaiser auf dem Katschhof mit 500 Figuren inszenieren. Für die kleinen Karls — gerade mal einen Meter hoch — können die Aachener eine Patenschaft übernehmen.

Sollten sie wohl auch, denn sonst wird es nichts mit der Kunstinstallation. Die werde nur ermöglicht durch die Beteiligung der Bürger, erklärt Jutta Bacher vom städtischen Fachbereich Presse und Marketing. Sie sollen das Spektakel unter dem Motto „Mein Karl 2014“ vorfinanzieren. Für 375 Euro wird man nicht bloß Pate. „Das ist eigentlich ein Kaufvertrag“, erklärt Werner Schlösser vom aachen tourist service“ (ats).

Die Paten verpflichten sich, ihren Kunststoff-Karl für die Freiluft-Ausstellung im kommenden Frühjahr zur Verfügung zu stellen. „Wir passen auch gut darauf auf“, verspricht Schlösser. Die Kaiser-Kopien auf dem Katschhof sollen sorgsam bewacht werden.

Nach der Ausstellung können die Paten dann am 28. und 29. April ihren persönlichen Karl, signiert und nummeriert, abholen. Dank der handlichen Abmessungen passt die Figur in die eigenen vier Wände oder auch in den Garten.

Und natürlich ist Karl der Große im Kleinformat auch für die Geschäftswelt interessant. „Der gehört ins Hotel“, hat denn auch Hotelier Wolfgang Winkler sofort erkannt. Im Foyer sorge die Figur für einen großen Wiedererkennungswert bei den vielen Gästen, die Aachens Herbergen im Karlsjahr erwarten.

Den Kunststoff-Karl konnten die Macher gestern noch nicht präsentieren, die Figur ist noch in Arbeit. Klar ist immerhin schon, wie der Kaiser nicht aussehen wird: Die Statue im Eäzekomp taugt nicht als Vorlage, „zu filigran“, sagt Jutta Bacher.

Der käufliche Karl muss schon etwas aushalten, damit seine Besitzer lange Freude an ihm haben. Um ihn unters Volk zu bringen, kümmert sich die Werbeagentur Power und Radach um das Marketing (eine Web-Seite ist in Arbeit), das Internetportal „Oecher Deal“ will für den nötigen Bekanntheitsgrad sorgen. Werner Schlösser ist jedenfalls zuversichtlich, bis Weihnachten die erforderlichen 500 Paten gefunden zu haben.

Die Freiluft-Ausstellung ergebe dann ein „wunderbares Bild“, schwärmt Jutta Bacher, „Aachens Antwort auf die Armee der chinesischen Krieger“. In ähnlicher Weise hatte Ottmar Hörl auch schon Luther in Wittenberg inszeniert. Dessen Figur kostete 800 Euro. Den Kaiser gibt es nun billiger. Interessenten können sich an der „aachen tourist service“ unter der Rufnummer Telefon 0241/1802960 oder per E-Mail an meinkarl@aachen-tourist.de wenden.