Aachen: Oecher Bend: Markus Schöning ist neuer Manager

Aachen : Oecher Bend: Markus Schöning ist neuer Manager

Aufgeschlossen und heiter wirkt der neue Bendmanager. Der 38-jährige Markus Schöning hat von Peter Krings, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat, die Planung und Leitung der Kirmesveranstaltungen übernommen.

Bereits im vergangenen Jahr begleitete er zur Einarbeitung Krings während des Sommerbends und erfuhr dabei so Manches, das dem Manager das Leben erleichtert.„Aber ich bin letztendlich ins kalte Wasser gesprungen“, meint Schöning. 20 verschiedene Rummelplatzpläne hat er entworfen und wieder verworfen, „irgendwie passte dann doch einiges nicht“, hat er bemerkt. Dennoch, der letzte Plan stimmte.

Ausgewogenheit

Markus Schöning ist ein Mensch, der Spaß an seiner Arbeit hat. „Nur wer auch Freude an einer Kirmes hat, kann sie verantwortlich zusammensetzen“, ist er überzeugt. Denn er ist ja nicht nur Chef des bereits laufenden Rummels, er bemüht sich auch um die Ausgewogenheit von nostalgischen und hochmodernen Fahrgeschäften, von Losbuden, Imbissständen und anderen gastronomischen Gelegenheiten. Er sucht sie aus, er sagt zu oder ab. „Das Geschäft muss schon Niveau haben und zum ‚Gesamtkunstwerk‘ passen“, sagt er.

Rund 130 Geschäfte passen auf das vier Hektar große Gelände im Aachener Westen, aber zu jeder Kirmes melden sich etwa 1000 interessierte Schausteller an. Da hat der Bendmanager die Qual der Wahl. Und auch einiges Ungemach, wenn er Absagen erteilt.

„Jetzt, so nach und nach, lerne ich die Schausteller und ihre Eigenschaften und auch ihre Eigenheiten kennen“, bemerkt Schöning. Er stammt aus Alsdorf, hat seinen Wohnsitz aber wegen seines Studiums an der RWTH nach Aachen verlegt. Auf Lehramt hatte er studiert, Wirtschaftswissenschaften, Politik und Soziologie belegt. Aber zu einem Abschluss kam es nicht.

Denn er heuerte im Jahr 2000 beim Eurogress an. Zunächst als studentische Hilfskraft. Er wurde an der Kasse eingesetzt, in der Buchhaltung ebenso, dann bestand er die Prüfung zum Verwaltungsfachangestellten und lässt sich jetzt zum Verwaltungsfachwirt ausbilden, „das ist die Voraussetzung zum gehobenen Dienst“, erklärt er, und Bendmanager sei eben nun mal gehobener Dienst. Jetzt ist er im Eurogress im Veranstaltungsbereich eingesetzt, er managt neben der Kirmes auch so manche Karnevalsveranstaltung oder Messe: „Man muss eben Spaß an seiner Arbeit haben.“

Seine Ehefrau Britta steht voll hinter ihrem Mann, das zweieinhalbjährige Töchterchen Karla hat sich am Ostermontag, als die Familie Schöning ganz privat den Bend besucht hat, als absoluter Kirmesfan entpuppt. „Die Karla wollte gar nicht mehr weg“, schwingt ein wenig Stolz in seiner Stimme mit. Im August wird das zweite Kind der Schönings auf die Welt kommen. „Das wird sicher auch viel Spaß an der Kirmes haben.“

Einladungen

Bereits jetzt scheint das Verhältnis zwischen ihm und den Schaustellern zu stimmen. „Da wird nicht alles schriftlich fixiert“, erläutert Schöning, „mündliche Absprachen und ein Handschlag reichen auch“, kommentiert er die Eigenschaften seiner Geschäftspartner. Schon mit Krings bereiste Schöning so manch anderen Rummelplatz. Um sich dort umzusehen und auch eventuell Interesse zu bekunden an dem einen oder anderen Fahrgeschäft. „Wenn Interesse besteht und der Fahrgeschäfts-Inhaber den Platz im Terminkalender frei hat, wird mit ihm sofort verhandelt“, erklärt Schöning.

Die Besuche anderer Kirmesveranstaltungen wird er weiter so ausführen. „Viele Jahrmarkts-Manager laden mich auch ein, so wie ich ebenfalls Einladungen verschicke. Man muss auf dem Laufenden bleiben.“

Der Rummel auf dem Bendplatz lädt kirmesbegeisterte Menschen aus Nah und Fern noch bis zum übernächsten Montag, 20. April, zum Karussellfahren und vielem mehr ein.