Öcher Bend: 17 Fahrgeschäfte sind Rekord auf dem Osterbend

Aachen : 17 Fahrgeschäfte sind Rekord auf dem Osterbend

Wetteraussichten? „Da sagt einem doch jede Wetter-App etwas anderes“, sagt Markus Schöning. Das Wetter könne auch er als Bend-Manager nicht beeinflussen. Doch egal, ob es an Ostern und danach nun regnet oder ob die Sonne scheint, bestens vorbereitet fühlt sich das Organisationsteam vom Eurogress für den Osterbend, der am Karsamstag um 14 Uhr seine Pforten öffnet.

17 Tage lang werden sich dann täglich von 14 bis 24 Uhr auf dem Bendplatz die Karussells drehen bis zum großen Abschlussfeuerwerk am Montag, 16. April.

Auf Feuer setzt nicht nur die Familie Sipkema-Lütjens mit ihrem Geister-Coaster „Spuk“ (oben), auch die Riesenschaukel „Konga“ lässt die Flammen in die Luft schießen. Eher traditionell kommen die Riesenrutsche Freiwald (unten, links) und das Riesenrad Juwel (unten, rechts) daher. Für die Schausteller Rolf Lentzen, Peter Loosen, Hans-Otto Grass sowie Eurogress-Geschäftsführerin Kristina Wulf (unten, Mitte, v.l.) gehören diese Angebote zum Mix, der den Öcher Bend ausmacht. Foto: Harald Krömer

„Wir haben wieder einen Umbau vorgenommen“, sagt Markus Schöning mit Blick auf den 40 000 Quadratmeter großen Platz. Der Grund: „Mit 17 großen Fahr- und Laufgeschäften haben wir diesmal nämlich so viele wie noch nie zuvor hier untergebracht.“ Dabei haben die Veranstalter den zur Verfügung stehenden Platz nahezu komplett ausgereizt: „Zwischen Sound-Center und Glücks-Shop wird es hier zum Beispiel ganz schön eng“, sagt der Bend-Manager und weist auf den schmalen Spalt zwischen Losbude und Autoscooter.

Auf Feuer setzt nicht nur die Familie Sipkema-Lütjens mit ihrem Geister-Coaster „Spuk“ (oben), auch die Riesenschaukel „Konga“ lässt die Flammen in die Luft schießen. Eher traditionell kommen die Riesenrutsche Freiwald (unten, links) und das Riesenrad Juwel (unten, rechts) daher. Für die Schausteller Rolf Lentzen, Peter Loosen, Hans-Otto Grass sowie Eurogress-Geschäftsführerin Kristina Wulf (unten, Mitte, v.l.) gehören diese Angebote zum Mix, der den Öcher Bend ausmacht. Foto: Harald Krömer

Doch die Neuplanung sei notwendig gewesen, so Schöning. „Denn bei einer Besucherbefragung beim Osterbend 2017 ist herausgekommen, dass sich die Besucher viele große Fahrgeschäfte wünschen.

Doch natürlich setzen die Veranstalter auch in diesem Jahr auf einen Mix aus Fahr-, Lauf- und Spielgeschäften sowie Gastronomiebetrieben. „Wir müssen für jeden etwas dabei haben“, sagt Peter Loosen. „Den Adrenalinkick für die Jugendlichen, etwas Gemütliches und natürlich Angebote für Kinder“, zählt der Vorsitzende des Aachener Schaustellerverbandes auf. Nicht fehlen darf dabei natürlich das traditionelle Riesenrad, das seine Gondeln bis zu 45 Meter hoch über Aachen schweben lässt.

62 Meter hoch

Doch auf dem Bendplatz geht es auch noch höher hinaus. Etwa auf 62 Metern Höhe, wo sich das Kettenkarussell „Around the World“ dreht oder auch der frei um eine horizontale Achse drehende Propellerarm „Gladiator“ seine Fahrgäste schleudert. Diese Fahrgeschäfte fallen auf dem Bendplatz ebenso auf wie die Achterbahn „Euro Coaster“, auf dessen internationale Erfahrung Peter Loosen hinweist: „Die Achterbahn war schon in chinesischen Städten wie Peking oder Shanghai unterwegs.“

Und Schöning ergänzt: „Bei dieser 45 Meter breiten und 25 Meter hohen Attraktion besteht der besondere Reiz darin, dass der Verlauf der Strecke während der Fahrt nicht genau abzusehen ist, weil die Fahrgäste in hängenden Gondeln sitzen mit den Beinen in der Luft.“

Premiere in Aachen feiert die Riesenschaukel „Konga“. „Das ist die einzige voll thematisierte Riesenschaukel der Welt mit einer Flughöhe von 45 Metern und einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern“, erzählt der Betreiber Sebastian Küchenmeister stolz. „Unsere Attraktion ist mit einigen Extras ausgestattet: Es gibt einen 15 Meter hohe Feuereffekt, eine Erdbebensimulation am Eingang, und die ganze Crew trägt Dschungelkleidung“, sagt Küchenmeister, der mit seiner Riesenschaukel eigens aus München nach Aachen gereist ist.

Parkplätze satt am Westbahnhof

Der Parkplatz für sein Fahrgeschäft mitten auf dem Bendplatz war natürlich reserviert, doch auch für die Besucher dürfte sich die Parkplatzsituation in diesem Jahr entspannen. „Der Parkplatz am Westbahnhof steht wieder zur Verfügung, und dort gibt es nach Abbau der Flüchtlingsunterkunft so viele Plätze wie noch nie“, kündigt Eurogress-Geschäftsführerin Kristina Wulf an.

Auch beim Thema Sicherheit sieht sie die Veranstaltung gut aufgestellt: „Wir sind mittlerweile dazu übergegangen, die Tore zu schließen, um möglichst Anschläge mit Lkw oder Autos zu verhindern“, so Wulf. Für ausreichende Sicherheitskräfte sei ebenfalls gesorgt.

Diese sorgten schon am Einlass dazu, „dass die üblichen gewaltbereiten Gruppen aussortiert werden“, sagt Markus Schöning. „Die sind uns mittlerweile bekannt und können von uns gefiltert werden“, versichert der Bend-Manager, der mit rund 250 000 Besuchern rechnet. „Aber das hängt natürlich vom Wetter ab.“ Und das könne bekanntlich auch er nicht beeinflussen.