Aachen: Occupy-Bewegung kommt in Aachen an

Aachen: Occupy-Bewegung kommt in Aachen an

Los ging alles in New York. Auf der Wall Street sagten Demonstranten den Finanzkonzernen den Kampf an. Nun ist die daraus entstandene „Occupy”-Bewegung in Deutschland angekommen. Wenn auch in der Größe nicht vergleichbar.

Am Freitag gingen rund 100 Demonstranten in Aachen auf die Straße, um ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen. „Wir wollen die Kritik an der Finanzpolitik weitertragen und ausformulieren”, sagte „Occupy”-Aktivist Horst Schnitzler. Die Anhänger der Bewegung fühlen sich von der Politik und Finanzwirtschaft ausgenutzt. „Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt”, sagte Schnitzler. Ziel sei es eine „Mauer” zwischen Bevölkerung und „Parteipolitik- und Finanzelite einzureißen”.

Bei ihrem Protestmarsch zogen die Demonstranten vom Kaiserplatz durch die Innenstadt zum Rathaus, wo es eine Zwischenkundgebung gab. Weiter zogen sie zur Deutschen Bank am Elisenbrunnen. Dort gab es eine Abschlusskundgebung.

In der Bewegung seien Junge, Alte, Arbeitslose, Schüler, Akademiker und ganz normale Angestellte aktiv, sagt Schnitzler. Die Occupy-Bewegung hat den Anspruch, mit der Wut und Empörung für „99 Prozent der Bevölkerung” zu stehen.

Derzeit gibt es in Aachen rund 50 Aktive. Im nächsten Schritt will man konkrete Forderungen formulieren. „Die Kritik ist da. Jetzt müssen wir das praktikabel machen”, sagt Schnitzler. Obwohl man derzeit „noch eine Minderheit” sei, brauchten sich die Demonstranten nicht allein zu fühlen. In über 100 Ländern soll es „Occupy”-Demonstrationen gegeben haben.