Aachen: Oberbürgermeister ehrt mehr als 40 Schüler für ihr besonderes Engagement

Aachen : Oberbürgermeister ehrt mehr als 40 Schüler für ihr besonderes Engagement

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, diesen Spruch hat sich auch Oberbürgermeister Marcel Philipp in seiner Zeit als Schüler anhören müssen. Er kann sich daher noch gut daran erinnern, damals eher das Gefühl gehabt zu haben, für die nächste Klausur oder Klassenarbeit und nicht für das eigene Leben zu lernen.

Dass an Schulen nicht nur Unterrichtsstoff, sondern auch soziale Werte vermittelt werden und soziales Engagement entwickelt wird, wird vielen oft erst später klar. Seit 1999 ehrt die Stadt jedoch Schülerinnen und Schüler, die sich mit besonderen künstlerischen, musikalischen und sportlichen Leistungen oder sozialem Engagement hervorgetan haben. Und so hat Philipp auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Jugendliche ausgezeichnet, die zuvor von den Schulen vorgeschlagen und von einer Jury bewertet wurden. Mehr als 40 Schüler konnten kürzlich ihre Urkunden im St. Leonhard-Gymnasium entgegennehmen.

Gewürdigt wurde damit etwa der Einsatz in der Schülervertretung, in der Hausaufgabenhilfe oder bei der Betreuung von AG‘s und Projekten. Aber auch Gruppen, die sonst nicht so sehr im Rampenlicht stehen, wurden ausgezeichnet — etwa das Technikteam des „rohestheater“ der Mies-van-der-Rohe-Schule oder auch das Ton- und Technikteam des Couven-Gymnasiums, für ihre Hintergrundarbeit. Auch die Kontaktschüler des Pius-Gymnasiums, die als Vermittler zwischen Lehrern und Schülerschaft oder als Streitschlichter fungieren, wurden ausgezeichnet.

Ebenfalls vom Pius kamen die beiden ausgezeichneten Sportler: Im Bereich Sportakrobatik sind Johannes Mach und Fernando Vogt nicht nur sportlich erfolgreich, sie unterstützen auch den sogenannten Pausensport und den Sportunterricht im Bereich Bodenturnen.

Eine ganz besondere Ehrung, die vom Publikum mit viel Applaus bedacht wurde, gab es indes für Matheo Hoffmann, Anais Huggle, Mia Knops und Leona Müller, die im Sommer diesen Jahres ein Kleinkind im Hangeweiher vor dem Ertrinken retteten. Moderator Heinrich Brötz, Fachbereichsleiter für Kinder, Jugend und Schule, betont: „Es wird sichtbar, was Gutes in dieser Stadt passiert.“ Das müsste eigentlich viel öfter hervorgehoben werden, erst recht, wenn es um Kinder und Jugendliche geht; denn soziales Engagement neben dem Schulalltag sei eine Besonderheit.

(eon)