Aachen: OB Philipp tritt auf die Spaßbremse

Aachen: OB Philipp tritt auf die Spaßbremse

Jeder Jeck ist anders - und das gilt auch für Oberbürgermeister. Ausgerechnet wegen der närrischen Ratssitzung hängt jetzt der Haussegen zwischen den Politikern und dem neuen OB Marcel Philipp (CDU) erstmals richtig schief.

Denn Philipp will nach „Nachrichten”-Infomationen mit einer jahrzehntelang erprobten und allseits für gut befundenen Tradition brechen und den närrischen Ratsleuten samt Fußvolk am 10. Februar Hausverbot erteilen. Er fürchte angeblich ums gute Mobiliar. Zu teuer wäre es, Tische und Stühle aus dem Ratssaal tragen zu lassen.

So habe er den Politikern vorgeschlagen, stattdessen ins Pennzelt zu ziehen und dort am fröhlichen Treiben teilzunehmen - als bunt kostümierte und schunkelnde Staffage einer professionell geführten Sitzung.

Über alle politischen Lager hinweg soll am Mittwoch Abend die Empörung groß gewesen sein. „Machen wir nicht”, hieß es alle gegen einen. Sinn der närrischen Ratssitzung sei es schließlich, sich selbst auf den Arm zu nehmen und das politische Treiben zu verballhornen.

Außerdem sei diese Sitzung „die wahre Bewährungsprobe des OB”, meint einer. Alle Fraktionen haben Philipp daher aufgefordert, sein Verbot zurückzunehmen. Noch aber ist offen, ob im Rathaus gefeiert werden darf.

Mehr von Aachener Nachrichten