Aachen: OB Philipp: Die Leistungsbereitschaft der Azubis zählt

Aachen: OB Philipp: Die Leistungsbereitschaft der Azubis zählt

„Sie müssen die Dinge nicht direkt beherrschen. Aber Sie müssen die Bereitschaft zeigen, mitzumachen und Leistung zu bringen”, rät Marcel Philipp den 35 neuen Auszubildenden der Stadt Aachen. Die Begrüßung im Haus Löwenstein durch den Oberbürgermeister am frühen Montagmorgen fällt herzlich, aber bestimmt aus.

Die frischgebackenen Lehrlinge haben die Chance genutzt, einen von 63 Ausbildungsplätzen bei der Stadt zu ergattern. Ab Anfang August beschäftigt die Stadt Aachen somit insgesamt 166 Auszubildende.

Sie ist damit einer der größten Arbeitgeber in der Region. Die Gesamtzahl der Angestellten beträgt 4589, dazu gehören auch die Mitarbeiter der städtischen Eigenbetriebe wie der Eurogress, das Stadttheater, Gebäudemanagement, der Kultur- und Stadtbetrieb sowie die Volkshochschule.

Im April wurden bereits die Nachwuchskräfte der Feuerwehr eingeführt, im September sollen zehn weitere Auszubildende in den gehobenen Verwaltungsdienst eingewiesen werden. Die überwiegende Anzahl der Lehrstellen liegt in den Verwaltungsberufen der Stadt - aber auch künstlerische, handwerkliche und technisch-gewerbliche Berufe werden angeboten. Insgesamt wird in 20 verschiedenen Berufen geschult.

OB Philipp erklärt, was die Azubis wohl am meisten beschäftigt: „Die Aufgabe der Verwaltung ist es, zur Übernahme auszubilden.” Soll heißen, dass die Azubis nach einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre bei der Stadt Aachen auch fest angestellt werden sollen. Allerdings ist das keine Garantie. „Wenn die Leistungsbereitschaft fehlt”, bemerkt der Oberbürgermeister, „dann werden wir uns durchaus die Frage stellen, ob eine Übernahme sinnvoll ist.”

Davon lassen sich die Lehrlinge aber nicht abschrecken. Beim Großteil der 35 Azubis handelt sich um Sekretäranwärter, Auszubildende des Aachener Stadtbetriebes und Verwaltungsfachangestellte. Der OB gibt den Neulingen noch einen letzten Tipp mit auf den Weg: „Die Beziehung zwischen Mitarbeitern und Azubis soll im Wechselspiel stehen. Am Besten lernt man voneinander. Wenn Sie kritisch hinterfragen und ehrgeizig sind, bringt uns das alle ein Stück weiter.”