1. Lokales
  2. Aachen

Ordnungsamt und Polizei ziehen Bilanz: Nur wenige missachten Kontaktverbot

Ordnungsamt und Polizei ziehen Bilanz : Nur wenige missachten Kontaktverbot

Eine Runde durch den Park spazieren und etwas Sonne tanken? Das haben sich am Wochenende offensichtlich so einige Aachener gedacht. Das frühlingshafte Wetter mit Temperaturen bis zu 14 Grad lockte am Samstag viele Menschen in der Region auf die Straße.

Der überwiegende Teil der Bürger halte sich aber weiterhin an das Kontaktverbot, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und Städteregion Aachen von Sonntag. „Es gab nur wenige Verstöße, unter anderem auf Wochenmärkten, wo an vereinzelten Ständen nicht nur Lebensmittel verkauft wurden.“ Zudem mussten im Einzelfall kleine private Feiern aufgelöst werden. Die Polizei verzeichnete in der gesamten Städteregion am Samstag 13 Ordnungswidrigkeiten, die zur Anzeige gebracht wurden. Der Wetterumschwung am Sonntag sorgte dafür, dass die Polizei auch dann wenig zu tun hatte, wie die Leitstelle am Nachmittag auf Anfrage mitteilte.

Insgesamt gibt es nach Auskunft der gemeinsam tagenden Krisenstäbe von Stadt und Städteregion in der Städteregion nunmehr 824 positive Fälle, davon 407 in der Stadt Aachen (Stand: Sonntag, 10 Uhr). Am Vortag waren 399 Infektionen in Aachen gemeldet (gesamte Städteregion: 787). Die Anzahl der Todesfälle liegt bei insgesamt 14 in der gesamten Städteregion Aachen. „Die aktuell recht gering steigenden Fallzahlen lassen sich möglicherweise auf das Wochenende zurückführen, daraus kann kein allgemeiner Trend abgelesen werden“, erklärt das städtische Presseamt.

Wartezeit deutlich verkürzt

An den beiden kommunalen Abstrichzentren in Eschweiler und am Aachener Tivoli finden Tests beispielsweise nur wochentags von 8 bis 18 Uhr statt. Mit Inbetriebnahme des zweiten Abstrichzentrums in Aachen sei es zwischenzeitlich gelungen, die Wartezeit für Getestete von der Probenentnahme bis zur Mitteilung des Ergebnisses „deutlich zu verkürzen“, teilt die Stadt Aachen mit.

Nach wie vor gilt: Wer sich testen lassen will, kann nicht einfach spontan das Abstrichzentrum aufsuchen, sondern muss vorher die Telefonhotline unter 0241/5198-7500 anrufen. Gehörlose können sich per E-Mail an KAZ-Leitung@staedteregion-aachen.de wenden, um einen Termin zu erhalten. Bei der Vorprüfung wird abgeklärt, ob als Grundbedingung entsprechende Krankheitssymptome vorliegen (Abgeschlagenheit, grippeähnliches Gefühl, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Fieber). Zudem muss der oder die Anrufende entweder innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen (also 15 Minuten Kontakt von Angesicht zu Angesicht in einem geschlossenen Raum oder Kontakt mit Körperflüssigkeiten) gehabt haben oder eine Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Rettungsdienst oder Krankenhaus ausüben oder einer Risikogruppe angehören.

(red)