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Weiterer Ausbau: NRW-Ministerpräsident Wüst signalisiert Hilfe des Landes für den Sportpark Soers

Weiterer Ausbau : NRW-Ministerpräsident Wüst signalisiert Hilfe des Landes für den Sportpark Soers

Bei der Entwicklung des Sportparks Soers kommt es nach Aussage von Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen auch auf das Land NRW an. Ministerpräsident Hendrik Wüst nahm dazu am Freitag in Aachen Stellung.

Die Situation scheint verfahren zu sein. Während der Aachen-Laurensberger Rennverein – um im Bild zu bleiben – mit den Hufen scharrt, steht die Stadt Aachen auf der Bremse: Stillstand in Sachen Entwicklung des Sportparks Soers.

Die Pläne liegen ziemlich weit gediehen in der Schublade, doch bevor das alte Polizeipräsidium nicht abgerissen ist, tut sich in unmittelbarer Nähe zum Spring- und Dressurstadion des ALRV nichts.

Wie der ALRV hat auch der andere Großverein, der den Sportpark Soers weiterentwickeln will, der Post-Telekom Sportverein (PTSV), seine Pläne vorangetrieben. Beide Vereine lassen immer wieder durchblicken, wie „verwundert“ sie über die langwierigen und zähen Entwicklungsschritte und Entscheidungsabläufe in Politik und Verwaltung sind.

Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hatte am Donnerstag noch mitgeteilt, man brauche „als Stadt für die Weiterentwicklung des Sportparks Soers die neue Landesregierung. Mit ihr gehen wir darüber ins Gespräch, wie sie das Projekt fördern und unterstützen kann.“

Passend dazu war am Freitag NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zu Gast in der Soers. Im Stadioninterview mit unserem Redakteur Robert Esser nahm er auch zur aktuellen Diskussion Stellung. Mit Blick auf die weit gediehenen Pläne des ALRV inklusive eines Modells einer neuen Veranstaltungshalle sagte er: Jetzt machen Sie mir den Mund wässrig und wollen mir gleich ins Portemonnaie fassen.“ Wüst sicherte aber zu, sich das Projekt genauer anzuschauen: „Das sieht toll aus, architektonisch ganz besonders wertvoll. Und wenn das Land NRW da helfen kann, dann tun wir das gerne.“ Dazu passt dann auch, dass Wüst das Thema Sport allgemein zur Chefsache in NRW erklärt hat, wie er im Interview versicherte.

Allerdings: OB Keupen hatte bereits am Vortag zu hohe Erwartungen an eine schnelle Lösung gebremst: „Der nächste, absolut vordringliche Schritt zur aktuellen Nutzung der Anlage wird allerdings jetzt darin bestehen, eine angemessene Unterbringung von Geflüchteten möglich zu machen.“ Der Blick richtet sich auf Teile des seit drei Jahren brachliegenden Polizeipräsidiums.

(lib/alp)