NRW: Lehrer wollen gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Lehrer fordern gerechte Besoldung : VBE in der Region sammelt mehr als 1400 Unterschriften

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“: Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in der Region hat unter diesem Motto mehr als 1400 Unterschriften gesammelt. Vor allem Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen und in der Sekundarstufe I an weiterführenden Schulen fühlen sich benachteiligt.

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist am Mittwoch, 10. Oktober, Thema im nordrhein-westfälischen Landtag. Auf Antrag der SPD-Fraktion debattieren die Abgeordneten über eine gerechtere Lehrerbesoldung. Die Forderung: Da alle Lehramtsanwärter mittlerweile die gleiche Universitätsausbildung durchlaufen, sollen auch alle gleich besoldet werden, unabhängig von der Schulform, in der sie arbeiten. Besonders betroffen von den derzeit unterschiedlichen Besoldungen sind Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen (Primarstufe) und in der Sekundarstufe I der weiterführenden Schulen.

Die Lehrerverbände gehen in der Sache schon lange in die Offensive. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in der Region hatte noch kurz vor den Sommerferien einen offenen Brief an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet geschrieben und die Unterschriftenaktion „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gestartet. Der VBE sei daraufhin mit Unterschriftenlisten regelrecht überschwemmt worden, teilt Matthias Kürten, VBE-Vorsitzender Region Aachen, mit. Zusammengekommen sind 1429 Unterschriften – zum allergrößten Teil von Lehrkräften aus der Städteregion Aachen.

„Wenn wir eine Auswertung nach Schulformen vornehmen, so stellen wir fest, dass die größte Beteiligung im Grundschulbereich zu finden ist, in der Schulform, die nachweislich die schlechteste Bezahlung und Ressourcen hat“, sagt Kürten. „Hier haben uns 68 Schulen, oft als gesamtes Kollegium, ihre Listen zurückgeschickt, was annähernd 80 Prozent der Schulen entspricht.“ Allein an den Grundschulen in der Städteregion Aachen arbeiten mehr als 1500 Lehrerinnen und Lehrer.

„Aber auch aus den weiterführenden Schulformen (Realschulen, Hauptschulen, Gesamtschulen), die ebenfalls unter der ungerechten Bezahlung und mangelnden Ressourcen leiden, sind uns zahlreiche Listen zugesandt worden“, betont Kürten. Die Unterschriften sollen nun zeitnah Ministerpräsident Laschet überreicht werden.

(mg)
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