Aachen: Norman Langen in St. Foillan: Hunderte singen mit DSDS-Star

Aachen: Norman Langen in St. Foillan: Hunderte singen mit DSDS-Star

Gesungen wurde auch noch, am Mittwochabend in der Kirche St. Foillan. Doch vorher kam es zu einem größeren Auflauf auf dem Münsterplatz. Bei drei Grad Außentemperatur bildete sich und bibberte eine derart große Menschentraube, dass Passanten kaum noch durchkamen. Ob denn der Papst da sei, unkte einer von ihnen.

Nein, der Papst war nicht da. Norman Langen aus Übach-Palenberg, Ex-Kandidat aus der Sendung „Deutschland sucht den Superstar”, hatte sich zum Konzert angekündigt. Und 650 kamen, ganze Familien mit Kindern, Paare, Fans. Die ersten waren schon zwei Stunden zuvor angerückt, bevor der Festgottesdienst begann.

Also war Warten angesagt, nur einzeln ließen die Sicherheitsleute die Zuschauer ein, bis die große Innenstadtkirche im Schatten des Doms aus allen Nähten platzte. 450 waren es, die einen der begehrten und kostenlosen Plätze beim besinnlichen Abend im besonderen Ambiente ergatterten, 200 wurden abgewiesen und gingen murrend nach Hause, sprachen später von einer organisatorischen Katastrophe.

Eine der Veranstalterinnen, Verena Bauwens, war vom Ansturm selbst überrascht: „Damit konnte keiner rechnen.” Dennoch habe man der Sicherheit Vorrang einräumen müssen, so standen vorsichtshalber auch Sanitäter bereit. Sie bauchten nicht einzugreifen, denn das eigentliche Konzert ging planmäßig über die Bühne. Norman Langer (26) sang zusammen mit den Armen-Schwestern vom heiligen St. Franziskus und dem Kinder- und Jugendchor St. Foillan Adventslieder, etwa „Wir sagen Euch an den lieben Advent”. Die Stimmung war sehr gut, so dass das vorweihnachtliche Konzert nicht nur eine Stunde, sondern 90 Minuten andauerte.

Alle sangen mit

Am Ende waren alle zufrieden, und stimmten gemeinsam den Gospel-Welthit „Oh happy day” an. Referentin Bauwens: „Die ganze Kirche hat mitgesungen und mitgeklatscht. Es hat allen super gefallen.” Und Norman Langen war ebenfalls begeistert, bot gar eine Wiederholung an. Zwei weitere Stunden stand er anschließend seinen Fans zur Autogrammstunde im Pfarrheim um die Ecke zur Verfügung, schrieb so manche Widmung.

Das Hauptziel wurde ebenfalls erreicht. In einer Sammlung für die Obdachlosenarbeit in der Franziska-Schervier-Stube an der Elisabethstraße kamen immerhin 3500 Euro zusammen. Bauwens: „Das war für die Schwestern ein tolles Erlebnis, Kirche einmal so zu erleben.”

Zumal der Anlass ja eher ein ernster war: der 135. Todestag der aus Aachen stammenden Ordensgründerin Franziska von Schervier, dem auch der Festgottesdienst gewidmet war. Dem Gedanken, ein ähnliches Konzert mit dem Schlagersänger und DSDS-Star Langen noch einmal stattfinden zu lassen, steht übrigens Referentin Bauwens durchaus wohlwollend gegenüber, „aber dann in größeren Räumen”.