Aachen: Noch immer macht der „Dressur-Hase“ Furore

Aachen : Noch immer macht der „Dressur-Hase“ Furore

Eigentlich war Jonny Hilberath zunächst gar nicht so „amused“ über den kleinen possierlichen Hasen, der sich beim Ritt von Dorothee Schneider ins Geviert der Dressur am Donnerstag geschmuggelt hatte. Der Disziplin-Trainer der deutschen Dressur-Mannschaft lächelte dann aber am Freitag im Interview auf der Bühne des ZVA-Medienzeltes wieder über den Vorfall.

„Das war schon irritierend für Dorothee, aber am Ende haben wir drüber gelacht.“ Seine Wertung der sportlichen Leistungen fiel ähnlich aus wie bekannte Sätze von Fußball-Bundestrainer Jogi Löw. Denn auch für Hilberath wird „die Konkurrenz immer breiter“ und man „darf das Ausland nicht unterschätzen, wir müssen uns auf einiges gefasst machen“, sagte er unseren Moderatoren — der Ausgang der Sache für Löw ist schließlich bekannt.

Die deutschen Springreiter hatten es der Dressurmannschaft am Donnerstagabend mit dem Titel im Nationenpreis bereits vorgemacht, ein glänzender Sieg. „Markus Ehning hat im letzten Ritt all seine Erfahrung eingebracht, das war hoch professionell“, berichtete der Springreiter-Kollege, Disziplin-Trainer Heiner Engemann, am Freitag am Mikrofon von Moderator Tom Vogel. Ob er jetzt richtig stolz sei? Und wie, freute sich Engemann, das sei ein Sieg des Teams gewesen, in dem ihm „die jungen Reiterinnen“ — er meinte Simone Blum und Laura Klaphake — ganz besonders gut gefallen hätten. Vor dem großen Tag schaute ganz entspannt Vielseitigkeitsreiter Kai Rüder vorbei.

Der sympathische junge Mann von der Insel Fehmarn freut sich auf Aachen: „Wenn wir am Ende ins Ziel im großen Stadion einreiten, dann ist das toll mit der Stimmung im Publikum.“ Die außerordentliche Atmosphäre übertrage sich hundertprozentig auf die Pferde, die dann richtig „Spannung“ bekämen, beschrieb Rüder den CHIO-Effekt. Manchen jungen Pferden kann das ohne Weiters zum Verhängnis werden.

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