Aachen: Nicht nur Lebensmittel: Aachener Leo-Club weitet seine Benefizauktion aus

Aachen : Nicht nur Lebensmittel: Aachener Leo-Club weitet seine Benefizauktion aus

Ein Radiergummi mehr tut einem einzelnen Kunden nicht weh — aber nützt einem Schulkind, das aus sozial benachteiligten Verhältnissen kommt und zum Start ins neue Schuljahr allerlei Dinge benötigt. Mit der sogenannten Ein-Teil-Mehr-Aktion beim Schreibwaren-Fachhändler Frankenne greift der Leo-Club Aachen diese Idee auf.

Bereits seit acht Jahren veranstaltet die Jugendorganisation von Lions International zwei Mal im Jahr eine entsprechende Aktion im Lebensmittelbereich. Dabei werden im Edeka-Markt Hatlé haltbare Lebensmittel für die Aachener Tafel gesammelt. „Nun sind wir das erste Mal außerhalb des Lebensmittelbereichs unterwegs. Denn auch hier ist der Bedarf groß“, erklärt Jamie Goertz, Präsidentin des Aachener Leo-Clubs. Gemeinsam mit Svenja Meyer koordiniert sie die Aktion. Ein paar Mal waren die beiden engagierten Frauen bereits vor Ort in Laurensberg, denn die Aktion läuft schon. Rund 200 Teile vom Radiergummi bis zum Zeichenblock sind bereits zusammengekommen. Am Samstag, 8. August, sind die Leo-Mitglieder von 10 bis 14 Uhr anwesend, um die Kunden über ihren Club und die Wohltätigkeitsaktion für die Aachener Tafel zu informieren.

„Gebrauchte Schulranzen werden der Tafel regelmäßig gespendet, aber sie müssen ja auch gefüllt werden“, erklärt Goertz. Artikel wie Radiergummi, Spitzerfässchen, Schere, Blei- oder Buntstifte. Kleber, Lineal und Zeichenblöcke werden gebraucht, wie Filialleiterin Dinah Bürger aufzählt. Im Rahmen der Aktion werden Kunden darum gebeten, ein Teil mehr in den Einkaufskorb zu legen, das dann sozialen Organisationen gespendet wird. Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs stehen die Einkäufe von Arbeitsmaterial für die schulpflichtigen Kinder an.

Für manche Eltern bedeuten diese Anschaffungen eine große finanzielle Belastung. „Jedes Teil, das mehr gekauft wird, übergeben wir dem Leo-Club, der die Materialien dann an die Aachener Tafel spendet“, erklärt Geschäftsführer Markus Frankenne den Ablauf. Er bietet in seinem Geschäft nicht nur eine Plattform für Spenden, sondern hat auch selbst 80 Federmäppchen gespendet. „Wir freuen uns über die positiven Rückmeldungen unserer Kunden und machen auch nächstes Jahr gerne wieder mit“, versichert Frankenne.

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