Aachen: Nicht heimlich, aber still und leise abfahren

Aachen : Nicht heimlich, aber still und leise abfahren

Es ist einer von nur 200. Weit über 100.000 Euro ist der futuristisch anmutende Volkswagen XL 1 wert — schon jetzt ein echtes Sammlerstück. Deshalb werden Besucher der Messe „Aachen goes Electro“ am Samstag am Elisenbrunnen den Wagen zwar anschauen, aber nicht Probe fahren können.

Dennoch wird für viele Interessierte ihr erstes Mal am Steuer eines Elektroautos möglich gemacht. Die Aussteller, darunter etliche Autohäuser, wollen die oft recht trocken vorgetragenen alternativen Antriebskonzepte mit einem Erlebnisfaktor garnieren.

Vom E-Smart und elektrischen VW Up über BMW i3 und Mercedes B-Klasse „electric drive“ bis zum über 300 PS starken Tesla Model S stehen Autos zum Einsteigen und Abfahren bereit. Für einen ersten Eindruck ein solides Lineup. „Wir bringen die B-Klasse mit, um neben dem E-Smart als reinem Stadtauto auch ein vollwertigen Wagen mit viel Platz im Innenraum zu zeigen“, erklärte André Brunzel-Salden von Mercedes-Benz Bähr. Es gehe vor allem darum, die Hemmschwelle in der Bevölkerung gegenüber E-Autos abzubauen. Und laut Ralf Jungbluth und Andy Coenen vom Autohaus Piper um Aufklärung. Genügt die Reichweite der Autos überhaupt im Alltag? Bieten die Elektroautos auch genug Komfort? So lauteten Fragen, die es zu beantworten gelte.

Mitfahren im Elektrobus

Kein Interesse am Selberfahren? Wer öffentliche Verkehrsmittel bevorzugt, für den bietet sich eine Mitfahrt im Aseag-Elektrobus an. Immerhin ist es der erste seiner Art und damit etwas ganz besonderes. Zum Standardprogramm gehört beim mittlerweile fünften „Aachen goes Electro“ schon beinahe, Segways und Pedelecs ausprobieren zu können.

Interessant für die Region könnten auch die Ausstellungsstücke von Siegfried Suthau sein. Die sind in den Straßen in und um Aachen nämlich nach Suthaus Aussage noch sehr selten. Es geht um elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge. Sie kämen vom Marktführer in diesem Segment aus Frankreich. Von 10 000 produzierten Fahrzeugen führen etwa 2000 bereits auf deutschen Straßen, so Suthaus. Sie seien im täglichen Betrieb günstiger zu bewegen als Nutzfahrzeuge mit Verbrennermotor.

An der Messe beteiligen sich außerdem das Projekt Velocity, das laut Dennis Brinkmann auf der Messe erlebbar machen und zeigen will, wie das System funktioniert und zu nutzen ist. Cambio Carsharing wird Autos zum Elisenbrunnen mitbringen und zeigen, wie das Unternehmen Elektrofahrzeuge in seine Flotte einbindet.

Um 10 Uhr geht‘s los

Selbst an der Entwicklung und Verbesserung von E-Autos beteiligen können sich Interessierte bei Ego Mobile. Ein Testbetrieb des Streetscooter-Ablegers, zu dem man sich auf der Website anmelden kann (www.ego-ag.com), soll vielleicht schon im nächsten Jahr starten.

Die Messe „Aachen goes Electro“ startet am Samstag, 27. Juni, um 10 Uhr am Elisenbrunnen.

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