Aachen: Neujahrsfrühstück beim OB: Handwerk ist voller Zuversicht

Aachen: Neujahrsfrühstück beim OB: Handwerk ist voller Zuversicht

Es ist eine nicht mehr weg zu denkende Tradition: Zu Beginn des Jahres empfängt der Oberbürgermeister das örtliche Handwerk und engere Mitarbeiter im Weißen Saal und lädt zum Neujahrsfrühstück. Und dabei lässt der Kreishandwerksmeister stets das vergangene Jahr Revue passieren und blickt auch ein wenig nach vorne.

Im vergangenen Jahr feierte Oberbürgermeister Marcel Philipp als Gastgeber seine Premiere, diesmal lieferte der neue Kreishandwerksmeister Herbert May seine „Jungfernrede” im historischen Ambiente des Rathauses.

„Das Handwerk schaut voller Zuversicht in das Jahr 2011”, sagte May, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien zum großen Teil überwunden. „35 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer im Handwerk beurteilten im Herbst 2010 ihre persönliche Geschäftssituation mit gut und weitere 52 Prozent mit befriedigend.” Wichtig sei, dass die Grundstimmung positiv bleibe: „Hier ist die Politik gefordert, unsere Auftraggeber mehr zu fördern und Anreize durch niedrige Zinssätze und höhere Abschreibungen zu geben.”

Kritisch merkte der Kreishandwerksmeister an, dass sich die Städteregion sich „in vielen Bereichen noch finden und neu aufstellen muss: Negative Auswirkungen für die nach wie vor kreisfreie Stadt Aachen müssen verhindert werden”. Dem stimmte der OB zu, der versprach, in dem komplizierten Gebilde noch einige Stellschrauben nachzuziehen.

Deutlich machte May, dass das Handwerk es für richtig hält, die Gewerbesteuer durch kommunale Zuschläge zu Einkommen- und Körperschaftssteuer zu ersetzen. Dabei gehe es nicht nur um Ausbildungs- und Arbeitsplätze, „sondern auch um Steuermindereinnahmen der Kommunen”.

Zahlen sprechen für sich

Für die Städteregion sei das Handwerk eine „Wirtschaftsmacht”. 5500 Handwerksunternehmen beschäftigen rund 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bilden über 4000 Lehrlinge aus - macht einen jährlichen Umsatz von annähernd 3,7 Milliarden Euro. May: „Das sind Zahlen, die für sich sprechen.”

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