Neujahrsempfang in Laurensberg: Blick zurück und nach vorn

Alexander Gilson ruft zur Unterstützung des lokalen Handels auf : Laurensberger Rathaus soll moderner werden

Das Geschäftsleben und die Vereine standen beim diesjährigen Neujahrsempfang in Laurensberg im Mittelpunkt. Bezirksbürgermeister Alexander Gilson appellierte an alle Laurensberger, den lokalen Handel zu unterstützen.

Zahlreiche Gäste waren der Einladung in die Mensa des Anne-Frank-Gymnasiums gefolgt und ließen gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Alexander Gilson das vergangene Jahr Revue passieren.

Er bedauerte die Schließung der Traditionsgaststätte Haus Linde an der Roermonder Straße und befürchtet mit Blick auf die Infrastruktur in Zukunft weitere Verluste. Sein Appell an die Bürger: „Unterstützen Sie die Geschäfte, in dem Sie vor Ort kaufen.“ Die Querelen um die fehlenden Parkplätze am Klinikum waren ein weiteres Thema: Gilson zeigte ebenso Verständnis für den Unmut der Mitarbeiter des Klinikums, die stundenlang nach einem Parkplatz suchen müssten, wie für den der Anwohner, die überall mit parkenden Autos konfrontiert würden. Außerdem erinnerte er an den Sonnenweg und die Probleme um dessen landwirtschaftliche Nutzung sowie an die noch ausstehende Lösung für den Zweiweiherweg, der offensichtlich derzeit nicht nutzbar ist.

Schließlich gab Andreas Weisheit einen kleinen Einblick in das Vereinsleben des VfJ Laurensberg. Der Fußballverein feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag und will das im Sommer kräftig feiern. Insgesamt sind hier 22 Fußball-Mannschaften beheimatet. Die Anlage des Kunstrasenplatzes am Hander Weg habe dem Verein großen Auftrieb gegeben, so Weisheit. Die Vereinsgeschichte soll zum Jubiläum in einer kleinen Festschrift festgehalten werden. „Wir wollen uns weiterentwickeln“, betonte Weisheit zudem und träumt gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern von einem größeren Vereinsheim am Hander Weg.

Sportstätten sind in Laurensberg offensichtlich überhaupt ein großes Thema. Der PTSV und die Ladies in Black brauchen bekanntermaßen unbedingt eine neue Sporthalle: Ob die aber am alten Polizeipräsidium entstehen kann, stellte Alexander Gilson in Frage. „Wünschenswert wäre das, aber machbar ist es nicht unbedingt“, sagte der Bezirksbürgermeister.

Machbar ist dagegen offensichtlich die Renovierung des Bezirksamtes an der Rathausstraße: Das nämlich ist laut Amtsleiter Walter Wery arg in die Jahre gekommen und entspricht demnach in vielen Punkten nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Amt. Wery zeigte sich überzeugt, dass das alte Rathaus auch nach der Renovierung seinen Charme behalten wird. Laut Gilson wird derzeit mit „Überschallgeschwindigkeit“ an dem Projekt gearbeitet. Und nachdem Bezirksschornsteinfeger Björn Marson persönlich gekommen war, um seine besten Wünsche fürs neue Jahr zu überbringen, dürfte damit ja eigentlich nichts mehr schiefgehen.