Neujahrsempfang der Burtscheider Vereine und Geschäftsleute

Gelebter Schulterschluss : Mehr Zusammenarbeit in einem lebendigen Stadtteil

Der erste gemeinsame Neujahrsempfang der Burtscheider Interessengemeinschaft (BIG) und der IG Burtscheider Vereine ist ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung für mehr Zusammenhalt in einem lebendigen Stadtteil. Werner Spelthahn von der IG Burtscheider Vereine und Wilfried Braunsdorf von der BIG begrüßten jetzt Vertreter der Vereinswelt, aus der Politik und Gesellschaft in den Kurpark-Terrassen.

„Es war ein tolles Jahr mit vielen gelungenen Veranstaltungen wie dem traditionellen Weinfest und dem neuen After-Work-Markt, der wie eine Granate eingeschlagen ist“, erklärte Wilfried Braunsdorf. Bei der Premiere des Weihnachtsmarktes sei das Wetter schlecht gewesen, doch die Idee sei sehr gut angekommen. „Auch im kommenden Dezember werden an zwei Wochenenden acht Buden mit Kunsthandwerk und Gastronomie vor dem Abteitor aufgebaut“, kündigte Braunsdorf an. Überhaupt sei Burtscheid lebens- und liebenswert. „Aber wir müssen uns Gedanken um die Quartiersentwicklung machen, vor allem um die Kapitelstraße und die Situation der Radfahrer. Es gibt viel Erneuerungsbedarf“, stellte Braunsdorf fest. Für viele höre Burtscheid am Viadukt auf. Es fehle eine Bezirksvertretung oder wenigstens eine Bürgersprechstunde vor Ort.

Neue Stadtteilkonferenz

Stattdessen wurde eine eigene Stadtteilkonferenz ins Leben gerufen, bei der ehrenamtliche Sprecher für den Stadtteil aktiv werden. Dabei geht es laut Werner Spelthahn um bürgerschaftliches Engagement unter Beteiligung der Kirchen, des Seniorenrates, des Hauses des Gastes, der Kindergärten und Schulen, ebenso der Gesundheits-, Pflege- und Kureinrichtungen sowie der lokalen Unternehmen und natürlich interessierter Bürger. „Am 20. März diskutieren wir in der Maria-Montessori-Gesamtschule über das Thema Pflege und machen eine Bestandsaufnahme zum Thema Demenzfreundlichkeit“, erklärte Klaus-Peter Otto, Sprecher der Stadtteilkonferenz, die eine neue Plattform für den Austausch bieten soll. „Wir haben inklusive Beverau, Frankenberger Viertel und Steinebrück immerhin 30.000 Menschen bei uns im Bezirk“, betonte Spelthahn.

Lob von der CDU

Harald Baal, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, lobte, dass es auf dem Neujahrsempfang Gelegenheit zu Anregungen, Wünschen und Kritik gebe: „Wir sollten uns nicht gegenseitig auf die Schulter klopfen, sondern Herausforderungen suchen und uns fragen, was wir verbessern können.“ Gerade mit Blick auf den Erhalt und die Modernisierung des Kurviertels mit Rosenquelle und Schwertbad gebe es viel anzupacken. „Wir haben hier eine historische Chance. Wir haben die heißeste Quelle nördlich der Alpen und können unseren Gesundheits- und Kurbereich zukunftsfähig gestalten“, betonte Baal. Dazu gehöre auch die Gestaltung des Kurparks und der Kurpark-Terrassen, die zum Beispiel dringend eine Künstlergarderobe benötigten.

Voller Terminkalender

Apropos Kunst: Für Unterhaltung sorgten beim Neujahrsempfang die Musikschule „Modern Music School“ von Stefan Schwalbach mit Sänger Hartmut Hermanns sowie die Oecher Stadtmusikanten. Beim Ausblick wurde klar, dass die Gastgeber sich freuen würden, wenn am 23. Januar 2020 der Saal doppelt so voll würde. Ab dem Frühjahr gibt es für Burtscheid einen gedruckten Terminkalender mit allen wichtigen Ereignissen in Burtscheid. Der Mai-Baum wird am 30. April aufgestellt, das Weinfest findet vom 3. bis 5. Mai statt und der After-Work-Markt wieder von Mai bis September.