Aachen: Neues Konzept zur Gesundheitsförderung: Der PTSV kann nicht nur Volleyball

Aachen : Neues Konzept zur Gesundheitsförderung: Der PTSV kann nicht nur Volleyball

Der PTSV, nicht zuletzt bekannt durch das Volleyball-Aushängeschild „Ladies in Black“, schaut über den vielzitierten Tellerrand hinaus. Der Verein befindet sich auf dem Weg zum sportlichen Ansprechpartner auf vielen Ebenen. Neben den sportlichen Möglichkeiten, die der Club den Mitgliedern anbietet, gibt es mittlerweile auch ein berufsbegleitendes Konzept der Gesundheitsförderung.

Seit 2016 ist vorbeugende Betätigung im Präventionsgesetz niedergeschrieben. Neben der körperlichen Betätigung bilden die Ernährung sowie Entspannung ein Paket, welches die Verantwortlichen des Vereins seit einiger Zeit in die interessierten Betriebe tragen und dort für die Gesundheit sorgen. „Wir bieten vollständig auf die Mitarbeiter und deren Bedürfnisse zugeschnittene Programme an“, schildert die für das Programm verantwortliche Leiterin Judith Urban die Vorgehensweise. „Wir ermitteln den Bedarf und erstellen entsprechende Übungsabläufe für die Mitarbeiter der Unternehmen“, erklärt sie weiter. Das können dann Lockerungseinheiten in der Mittagspause, Übungen am Arbeitsplatz selber oder auch Training außerhalb der Arbeitszeit in den Trainingsräumen des Vereins sein.

Erste Erfahrungen sind positiv bei den teilnehmenden Firmen und Institutionen angekommen, die Mitarbeiter forderten sportlichen Nachschlag. Urban hat vor einiger Zeit nebenbei mit diesem Programm begonnen, sich dann intensiv in die Materie eingearbeitet und ist nun als fest angestellte Kraft verantwortlich für den gesundheitlichen Präventionsbereich des PTSV.

Es geht nicht nur ums Schwitzen

Bei den Einheiten geht es nicht darum, die Teilnehmer in kurzer Zeit stark zum Schwitzen zu bringen. Die Übungen sind der Situation angepasst, Entspannungsübungen sind ebenso Bestandteil des Programms wie Tipps für Ernährung. „Es hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun“, unterstreicht Berater Nico Sperle einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Aspekt für den Betriebsfrieden. „Der Gedanke, dass der Arbeitgeber in meine Gesundheit investiert, hebt das Selbstwertgefühl“, zeichnet er erste Erfahrungen nach.

In Zusammenarbeit mit fachlich geschulten Trainern geht es den Verantwortlichen um die Überwindung von innerem Schweinehund und eventuell existierenden Schwellenängsten. „Wir möchten den Menschen den Mehrwert für sie selber vermitteln. In kurzer Zeit kann jeder Teilnehmer erkennen, was dieses Programm bringt“, ergänzteDr. Harald Schmidt von „Gesundheit³“, einem der Kooperationspartner mit dem Schwerpunkt Ernährung. Für ihn hat der ganzheitliche Ansatz große Bedeutung, „einfach nur an die Kraftgeräte bringt auf Dauer nicht den gewünschten Erfolg“, sagt er.

Die Größe des Unternehmens ist für die Teilnahme an der Aktion unerheblich, betonen die Verantwortlichen. Beim PTSV baut man auch für wenige Mitarbeiter ein Programm zusammen. Ansprechpartnerin: Judith Urban, Telefon 911903, urban@ptsv-aachen.de.

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