Aachen: Neues Etikett: Hartz-IV-Arge wird Jobcenter

Aachen : Neues Etikett: Hartz-IV-Arge wird Jobcenter

Mit der Hartz-IV-Arge sei sie nie glücklich gewesen, bekannte Gabriele Hilger freimütig. Doch die Chefin der Aachener Arbeitsagentur unterstrich zugleich, dass dies rein gar nichts mit der Arbeit von Arge-Geschäftsführer Stefan Graaf und seinen rund 620 Mitarbeitern zu tun gehabt habe.

Denn diese sei seit der Gründung im Jahr 2005 erfolgreich gewesen. Gestört habe sie seither lediglich der Begriff - den sie von nun an getrost vergessen kann. Denn aus der Arge wird zum 1. Januar das Jobcenter - eine Bezeichnung, die Hilger gleich viel gefälliger von den Lippen ging.

Mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg unterzeichnete sie nun eine entsprechende Vereinbarung, nach der die bisherige Zusammenarbeit von Kommunen und Arbeitsagentur fortgeführt wird - jedoch in der neuen juristischen Form der gemeinsamen Einrichtung.

Dieser Schritt war nötig geworden, weil das Bundesverfassungsgericht 2007 entschieden hatte, dass die Zusammenarbeit in einer Arbeitsgemeinschaft aus Bundes- und Kommunalbehörden nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Und dieser Schritt sei bewusst gewählt worden, weil man seit 2005 sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gemacht habe, betonte Etschenberg.

Und so handelt es sich nicht um einen Neuanfang, sondern um ein neues Etikett, wie Graaf bemerkte. Denn weder für die rund 50000 Empfänger von Arbeitslosengeld II in der Städteregion noch für die Beschäftigten ändert sich Grundlegendes. Sowohl die Standorte des Jobcenters als auch die Ansprechpartner bleiben.