Aachen: Neuer Discounter am Preuswald: Zeitplan muss überarbeitet werden

Aachen : Neuer Discounter am Preuswald: Zeitplan muss überarbeitet werden

Bei den Planungen für eine neue Aldi-Filiale im Preuswald ist es zu neuerlichen Verzögerungen gekommen. Der Discounter rechnet nun damit, die Bauarbeiten im Herbst fortzusetzen, wie die Pressestelle auf Anfrage mitteilt. Eigentlich war für diesen Zeitpunkt bereits die Eröffnung geplant.

Im Preuswald wird der Bau aus unterschiedlichsten Gründen sehr genau verfolgt. Umweltschützer kritisieren den Kahlschlag, der für den Bau an der Lütticher Straße erfolgen musste. Anwohner der Siedlung sehnen sich die Eröffnung der neuen Einkaufsmöglichkeit hingegen herbei, von der sie sich auch einen Beitrag zu einer besseren Wohnqualität erhoffen. Eben deswegen machte der monatelange Stillstand auf dem gerodeten Gelände einige misstrauisch: Sollte das Bauvorhaben womöglich scheitern?

Mitnichten, heißt es seitens der Pressestelle, die darauf verweist, dass es in der Vergangenheit bei der Planung und Vorbereitung schon mehrere Verzögerungen gegeben hat — „unter anderem durch die notwendige archäologische Überprüfung des Areals auf Reste historischer Hügelgräber“. Gefunden hat man offenbar nichts. Aus archäologischer Sicht sei die Suche „belanglos“ gewesen, heißt es seitens der Stadt.

Dennoch musste Aldi den Zeitplan überarbeiten. „Zum aktuellen Zeitpunkt stimmen wir mit der Stadt Aachen wasserrechtliche Details der Baugenehmigung ab“, so die Pressestelle. Man sei „zuversichtlich“, im Herbst weiterbauen zu können. Zum neuen Fertigstellungstermin konnte sie noch keine Angaben machen. Unter anderem wird der Discounter auch ein Regenrückhaltebecken für die Entwässerung von Parkplatz und Gebäude errichten müssen.

Unabhängig davon wird auch die Stawag gleich nebenan ein großes Regenrückhaltebecken errichten, das rund 5000 Kubikmeter Wasser fassen kann und das dortige Gebiet künftig vor Überflutungen schützen soll. Das Becken ist Teil des neuen städtischen Entwässerungskonzepts, mit dem sich die Stadt auch für Starkregenereignisse wappnen will. Auch dafür musste eine gut ein Hektar große Schneise in den Wald geschlagen werden.

Nach Angaben von Stawag-Pressereferentin Angeli Bhattacharyya ist der Baubeginn für Ende September vorgesehen. Das Becken soll „naturnah“ gestaltet und auch begrünt werden.

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