Aachen: Neue Yunus Emre-Moschee lässt auf sich warten

Aachen : Neue Yunus Emre-Moschee lässt auf sich warten

Was ist mit dem Neubau der Yunus Emre-Moschee? Schon im vergangenen Jahr sollte eigentlich mit dem Bau des Gebethauses der türkisch-islamischen Gemeinde an der Stolberger Straße begonnen werden. Aber nichts tat sich.

Nach wie vor treffen sich die Gläubigen in einer vor mehr als 20 Jahren umgebauten Tankstelle, um ihren religiösen Pflichten nachzukommen.

„Wir warten auf die Baugenehmigung”, sagt Abdurrahman Kol, Vorsitzender der Gemeinde. Allerdings räumt er ein, dass der Antrag erst im vergangenen Dezember vom Vorstand beim zuständigen Amt in der Stadtverwaltung eingereicht worden sei.

Außerdem fehlten noch wichtige Berechnungen der Statiker, und über die Anzahl der Pkw-Stellplätze werde auch zurzeit noch diskutiert. Kol: „Ich gebe zu, wir sind ein bisschen unerfahren. Man baut ja auch nicht jeden Tag eine neue Moschee.”

Wenn die Baugenehmigung erteilt sei, beginne das Ausschreibungsverfahren. „Den Anbietern müssen wir ja auch ein paar Wochen Zeit für die Kalkulation geben.”

Auf Spenden angewiesen

Die Wirtschaftskrise beeinflusse den Neubau des Gebethauses ebenfalls. „So manches Gemeindemitglied ist auf Kurzarbeit oder arbeitslos”, verdeutlicht Kol die Lage.

Denn die Yunus Emre-Gemeinde müsse das Geld für das stattliche Gebäude selbst aufbringen. „Wir bekommen nichts aus der Türkei. Wir bekommen auch nichts aus arabischen Ländern, und das wollen wir auch nicht. Und schon gar nicht werden wir von der Stadt, dem Land oder dem Bund unterstützt”, weist Kol Gerüchte, die im Ostviertel von Pontius nach Pilatus getragen werden, weit von sich.

Wenn alles gut laufe, dann könnten die Bauarbeiten nach der Sommerpause ihre Schippen schwingen. „Dann werden auch wieder Spenden fließen”, ist sich Kol sicher.

Denn so mancher Gläubige halte sein Geld zurück: „Die wollen sicher, dass ganz sicher gebaut wird”, glaubt der Vorstandsvorsitzende.

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