Aachen: Neue Poller sollen vor Terrorattacken schützen

Aachen : Neue Poller sollen vor Terrorattacken schützen

Mit sogenannten Pilomaten soll der Aachener Pfalzbezirk auf die Schnelle vor Terrorattacken geschützt werden. Das dafür notwendige Geld in Höhe von 300.000 Euro hat der Stadtrat am Mittwoch per Dringlichkeitsentscheidung deutlicher Mehrheit freigegeben.

Mehrere Zufahrtbereiche in der Altstadt sollen nunmehr mit extrem stabilen und versenkbaren Pollern gesichert werden. Denkbare Angriffe mit Fahrzeugen auf Passanten in der stets gut besuchten Innenstadt hofft man auf diese Weise verhindern zu können. Derzeit wird unter anderem die Synagoge durch solche Anti-Terror-Poller geschützt.

Als bevorzugte Standorte rund um den Pfalzbezirk haben sich die Sicherheitsexperten bereits auf die Jakob­straße im Bereich Judengasse, den Büchel in Höhe Rethel­straße, die Großkölnstraße und die Ursulinerstraße an der Ecke Buchkremerstraße verständigt.

Die Stadt und die örtliche Polizei konnte dabei bereits auf die Erfahrungen und die Sicherheitsvorkehrungen zurückgreifen, die man bei Großveranstaltungen in der Vergangenheit ergriffen hat. Zuletzt wurden oftmals Lkw an strategisch wichtigen Punkten aufgestellt, um etwa Karnevalsumzüge, den Weihnachtsmarkt oder das September Special zu schützen.

Der nun beschlossene Einbau neuer Pilomaten geht auf einen Erlass des Innenministers zurück, mit dem die Kommunen des Landes unmittelbar nach dem Anschlag in Barcelona vom 18. August angewiesen wurden, weitere Sicherungsmaßnahmen an stark besuchten Orten und für Großveranstaltungen zu ergreifen. Mit dem Einbau soll sofort begonnen werden, auch der nächste Weihnachtsmarkt wäre dann bereits geschützt.

Wer die Pilomaten absenken und hochfahren darf und wie die Ladezeiten geregelt werden, muss laut Verwaltung noch geklärt werden.

(gei)
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