Aachen: Neue Ausstellung „Update“ im Ludwig Forum begeistert Design-Fans

Aachen : Neue Ausstellung „Update“ im Ludwig Forum begeistert Design-Fans

Experimentell und innovativ sollen die Designobjekte sein, die derzeit im zweiten Obergeschoss des Ludwig-Forums ausgestellt werden. „Wie ein dynamischer, innovativer Fluss“ bewegt sich die Ausstellung laut Organisatoren durch die Räumlichkeiten und hat jetzt die ersten „Objekte wieder an die Welt zurückgegeben“.

„Wir brauchen neue Ideen und neue Produkte für das Zusammenleben der Gesellschaft“, sagt Patricia Yasmine Graf, Designmetropole Aachen. Und Nachhaltigkeit spielt bei der Materialwahl eine große Rolle. Von Porzellan über Textil bis hin zu Schmuck präsentieren ausgewählte Designer ihre Arbeiten. Museumsleiter Dr. Andreas Beitin ist begeistert von diesem Konzept. „So erreichen wir eine ganz neue Zielgruppe“, sagt er.

Kleidungsstücke, die immer wieder verändert werden können oder Tische, die sich besonders schnell zusammensetzen lassen: Die Ausstellung „Design Department: Update 5“ im Ludwig Forum begeistert die meist jungen Besucher und das Lufo-Team. Foto: Heike Lachmann

Überwiegend junge Leute

Überwiegend junge Leute schlendern durch die Ausstellung, um sich das fünfte „Update“ anzusehen. Neu ist beispielsweise ein kleiner Kaffeetisch aus hochwertigem Marmor, ein echter Hingucker, der entsprechend viel Aufmerksamkeit findet.

Und was auf den ersten Blick vielleicht recht mathematisch daherkommt, ist nichts weiter als ein Schreibtisch, der sich aus fünf Bauteilen mit vier Schrauben in angeblich nur 183 Sekunden zusammenbauen lässt. Die Formel dazu: 5+4=183. Alle Objekte werden auf schwarzen Platten präsentiert, die mit Rollen versehen sind. Und nach jedem Update präsentiert sich die Ausstellung als neue Einheit. Und gerade das findet Patricia Yasmine Graf so spannend. Gemeinsam mit Fabian Seibert und Prof. Ilka Helmig, Fachhochschule Aachen, bastelt sie immer wieder aufs Neue an dem Konzept.

Eröffnet wurde die Ausstellung bereits vor knapp einem Jahr. Schon damals kamen rund 5000 Besucher. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder neue Objekte aufgenommen.

Zum ersten Mal fallen jetzt aber Objekte hinten heraus. Und genau das entspricht dem Konzept der Ausstellung, die sich dynamisch immer weiter entwickelt. Die Designer stammen nicht nur aus Aachen selbst, sondern auch aus Städten wie Amsterdam, Düsseldorf, Hamburg, Köln und Lüttich. Ein Komitee entscheidet darüber, wer ausstellen darf und wer nicht. Über die Machbarkeit hinausdenken und Umformungsprozesse anstoßen ist das, was die Organisatoren bewirken wollen.

Und das heißt mit Blick auf die Mode: Sie ist auch abseits des Massenkonsums möglich, wie das belgische Label „Elle s‘appelle Monsieur“ beweist. Austauschbare Details an der Kleidung sorgen dafür, dass das Erscheinungsbild der Kollektion immer wieder verändert werden kann. Und auch das Erscheinungsbild der Ausstellung verändert sich nach jedem Update — und lädt dementsprechend immer wieder zu einem erneuten Besuch im Ludwig-Forum ein.

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