Aachen: Neue Anlaufstelle für werdende Eltern und junge Familien im Luisenhospital

Aachen : Neue Anlaufstelle für werdende Eltern und junge Familien im Luisenhospital

Es ist eine spannende Zeit, wenn ein Kind in die Familie kommt: Was gibt es während der Schwangerschaft zu beachten? Wie bereitet man die Geburt vor? Wo findet man eine Hebamme? Für werdende Eltern ist im Ärztehaus am Luisenhospital am Boxgraben 95 mit dem „Forum Familie“ eine neue Anlaufstelle entstanden, die Antworten auf solche und ähnliche Fragen bereit hält.

Ein professionelles Team bietet Kurse und Workshops an sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Müttern und Vätern zu vernetzen.

Das Luisenhospital im Blickpunkt junger Familien: von links Dagmar Kirsten, Yvonne Oheim, Thea Zielinski und Vorstand Marco Plum haben jetzt das neue Angebot am Boxgraben vorgestellt. Foto: Andreas Schmitter

„Im ersten Monat ist alles sehr gut angelaufen, unsere Angebote werden stark nachgefragt. Pünktlich zur Babymesse am Luisenhospital Anfang Juli konnten wir den Betrieb aufnehmen“, erzählt Thea Zielinski, Leiterin vom Gesundheitszentrum Treffpunkt Luise.

Im „Forum Familie“ kommen die Angebote vom Treffpunkt Luise, der Hebammensprechstunde und der Ambulanz für Schreibabys zusammen. Darüber hinaus gibt es wöchentliche Kreißsaalführungen und Infoabende, die Vortragsreihe „Kinderärzte informieren“ sowie Kurse und Workshops rund um den Start ins Leben. Das Forum bietet für Ratsuchende eine Beratung außerhalb vom Krankenhausbetrieb in gemütlicher Atmosphäre der sehr wohnlich eingerichteten Räume.

Mangel an Hebammen

„Mit rund 1400 Geburten in diesem Jahr sind wir eines der größten geburtshilflichen Häuser in der Region. Wir freuen uns über das neue Angebot für werdende Eltern, das unsere Geburtsklinik ergänzt“, meint Marco Plum, Vorstand vom Luisenhospital.

„Die Suche nach einer Hebamme ist manchmal schwierig, denn es herrscht derzeit ein Mangel in dieser Berufsgruppe. Wer noch keine Hebamme gefunden hat oder für wen keine Urlaubsvertretung greifbar ist, kann sich bei uns informieren“, erklärt Hebamme Yvonne Oheim, die Leiterin der Hebammensprechstunde.

„Der Hebammenmangel ist ein großes Thema. Wir haben derzeit 20 Hebammen in Voll- und Teilzeit und eine eigene Hebammenschule mit bislang 30 Ausbildungsplätzen, die wir nun auf 54 erhöht haben“, erklärt Marco Plum einen wichtigen Eckpfeiler der Geburtsklinik.

Ein weiterer Pluspunkt ist das Angebot der Ambulanz für Schreibabys. „Es ist in dieser Form einzigartig in der Region und hilft Eltern, die in der ersten Zeit mit dem Neugeborenen verunsichert sind, wenn es lange und oft weint und sie dabei vielleicht an ihre Grenzen geraten“, erklärt Dagmar Kirsten, Leiterin der Ambulanz. Sie unterstützt als Hebamme mit diesem Angebot die sogenannte Ersten-Emotionellen-Hilfe.

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